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NWZonline.de Ratgeber Stiftung Warentest

Kinderzahnpasta: Wenig Gutes für kleine Beißerchen

15.08.2022

Berlin Nur drei von 21 Kinderzahnpasten können die Warentester Eltern empfehlen. Alle anderen schützen nicht ausreichend vor Karies oder enthalten den kritischen Farb­stoff Titan­dioxid.

1000 ppm (eng­lisch: parts per million = Teile pro Million) sollte der Fluorid-Anteil in Kinder­zahn­pasta betragen. Der Test offen­bart aber, dass einige Anbieter die Empfehlung nicht umsetzen – ihre Pasten enthalten zu wenig oder gar kein Fluorid. So bieten sie keinen ausreichenden Karies­schutz. Gut jede zweite Paste enthält zudem den Farbstoff Titan­dioxid, der in Lebens­mitteln bald verboten ist. Das schlägt sich im Test­ergebnis nieder: Von 21 Kinder­zahnpasten werden nur zwei mit Sehr gut, eine mit Gut bewertet. Der Rest ist befriedigend oder mangelhaft. Pro 100 Milliliter kosten die Pasten zwischen 60 Cent und 7,90 Euro. Der Preis sagt dabei nichts über die Qualität.

Zwei sind sehr gut

Mit rund 3 bis 4 Euro pro 100 Milliliter liegen die em­pfehlens­werten Produkte preis­lich im Mittel­feld. Die sehr guten Testsieger heißen Elmex und Signal. Die gute Oral-B Kids wird laut Anbieter nicht mehr produziert. Neun Zahnpasten – darunter viele preis­werte Han­dels­­marken und die teuerste von Weleda – fallen im wichtigsten Prüf­punkt durch: Karies­prophylaxe durch Fluorid.

Fluorid muss sein

Die kariesschützende Wirkung von Fluorid ist klar belegt. In ausreichender Menge sollte der Stoff in jeder Zahn­creme drin sein – auch in Tuben für Kleine. Blend-a-med, Lidl und Müller sowie Alterra von Ross­mann enthalten nur rund die Hälfte der empfohlenen Fluoridmenge. Das bewerten die Tester mit Mangelhaft, zumal die Dosier­angaben auf den Packungen nicht alters­gerecht angepasst sind.

Kritischer Farb­stoff

Eine sehr gute Karies­prophylaxe ist aber nicht alles. Neun andere Zahn­cremes – darunter güns­tige von Aldi, Edeka oder Rewe und Penny sowie die Marke Odol-med 3 – sind zwar top im Fluorid­gehalt, enthalten aber das in Verruf geratene Pigment Titan­dioxid. Für die Zahn­pflege ist der Farb­stoff nicht nötig. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit stuft das Pigment Titan­dioxid „nicht mehr als sicher“ ein. Es sei nicht auszuschließen, dass es erbgutschädigend wirke. Ab August ist Titan­dioxid als Zusatz­stoff E 171 in Lebens­mitteln verboten, in Kosmetika als Farb­stoff mit dem Code CI 77891 aber weiterhin erlaubt. Eine offizielle Einordnung zur Verwendung von Titan­dioxid in Zahnpasta steht noch aus.

Besser ohne Titandioxid

Aus vorbeugendem Ver­braucher­schutz rät Warentest von Pasten mit dem Pigment ab. Bis zu 1 Prozent davon enthalten Kinder­zahn­pasten eben­­so wie Uni­ver­salz­ahn­pas­ten. Da Kinder je nach Alter die Creme ganz oder teil­weise verschlu­cken, nehmen sie damit im ungüns­tigsten Fall genauso viel Titan­dioxid auf wie Große. Einige Anbieter teilten mit, daran zu arbeiten, Titan­dioxid nicht mehr einzusetzen. Möglicher­weise reguliert sich der Markt hier selbst – wie bei Zink. Im aktuellen Test sind alle Produkte zink­frei.

Lieber ohne Geschmack

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Die meisten Kinder­zahnpasten im Test schme­cken laut Anbietern fruchtig, etwa nach Erdbeere, manche nach Kaugummi oder Minze. Elmex, Penny und Rewe geben keine Geschmacks­richtung an. Kinder- und Zahn­ärzte raten zu möglichst geschmacks- und farb­neutralen Pasten.

Spitzenreiter

  Testsieger: Elmex und Signal enthalten die richtige Menge Fluorid und kein Titan­dioxid. Beide sind relativ teuer. Elmex kostet 4 Euro, Signal 3,20 Euro pro 100 Milliliter.

  Preistipp: Für Kinder ab sechs Jahren geht es auch güns­tiger. Sie können Universalzahnpasten für Erwachsene ohne Zink nehmen. Sehr gut ist Kauf­land Bevola für 44 Cent.

NWZonline.de/gesundheit
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