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NWZonline.de Ratgeber Stiftung Warentest

Für den Ernstfall privat gut abgesichert

21.10.2019

Berlin Ob Beamte, Freiberufler oder gut verdienende Angestellte – in der privaten Krankenversicherung sind Kunden selbst dafür verantwortlich, wie gut sie versichert sind. Wer sparen will und beim Vertragsabschluss Leistungen weglässt, kann den Irrtum später oft nicht mehr korrigieren. Ist jemand erst einmal erkrankt, lehnen die Versicherer den Umstieg auf höhere Leistungen oft ab. Umso wichtiger ist, einen guten Vertrag abzuschließen.

Die Zeitschrift „Finanztest“ (11/19) hat 120 private Versicherungsangebote für Beamte, Angestellte und Selbstständige unter die Lupe genommen. Im Test waren nur leistungsstarke Angebote, die vorgegebene Mindestanforderungen erfüllen. Kunden sind mit allen diesen Tarifen in vielen Punkten deutlich höher abgesichert als in der gesetzlichen Krankenkasse. Doch auch hier lohnt der Vergleich: Nur drei Tarife im Test waren sehr gut, 16 gut.

Preis und Leistung

Ausschlaggebend für „Finanztest“ war vor allem das aktuelle Verhältnis von Preis und Leistung für 35-jährige Neukunden. Positiv bewertet haben die Finanztester auch, wenn die Beiträge für Neukunden in den zurückliegenden sechs Jahren relativ stabil geblieben sind.

Der private Versicherungsschutz setzt sich im Wesentlichen aus drei Teilen zusammen: dem Ambulant-, dem Stationär- und dem Zahntarif. Mal sind dies einzelne Bausteine, die Kunden kombinieren können, mal kommen sie als fertige Leistungspakete daher.

Das Wichtigste am Ambulanttarif sind die Honorare niedergelassener Ärzte. Sie rechnen nach der amtlichen Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) ab, ebenso wie die Chefärzte im Krankenhaus. Für Zahnärzte gilt eine eigene Gebührenordnung. Üblicherweise beträgt die ärztliche Vergütung das 2,3-Fache des in der Gebührenordnung festgelegten Grundhonorars. Wenn sie es schriftlich begründen, können Ärzte das Honorar für besonders schwierige Behandlungen bis zum 3,5-fachen Satz steigern. Alle Tarife im Test sehen die Kostenerstattung mindestens bis zu dieser Höhe vor.

Neben der Vergütung der ärztlichen Leistungen ist im Ambulanttarif alles enthalten, was Ärzte verordnen, zum Beispiel Medikamente, Heilmittel wie Physiotherapie oder Hilfsmittel, zu denen Brillen, Hörgeräte, aber auch Rollstühle und Gehhilfen gehören.

Für Kunden vorteilhaft ist ein offener Hilfsmittelkatalog, der sich mit dem medizinischen Fortschritt erweitert. Eine abschließende Auflistung der Hilfsmittel, an denen sich der Versicherer beteiligt, kann im Lauf der Jahre Nachteile bringen. Im Zahntarif ist wichtig, dass der Versicherer sich auch an den Kosten der Dentallabore für Zahnersatz, Inlays und Implantate umfangreich beteiligt.

Die Wahrheit sagen

Im Krankenhaus kommt es vor allem auf den Chefarzt an. Wer sicher sein möchte, im Fall einer komplizierten oder seltenen Erkrankung auch teure Spezialisten aufsuchen zu können, sollte einen Vertrag wählen, in dem der Versicherer auch Honorare oberhalb des 3,5-fachen Gebührensatzes erstattet.

Das Krankentagegeld ist immer ein gesonderter Baustein, mit dem sich Selbstständige und Arbeitnehmer gegen den Verdienstausfall bei krankheitsbedingter Arbeitsunfähigkeit absichern. Beamte brauchen dies nicht, da sie bei Krankheit weiter bezahlt werden.

Ist das Wunschangebot gefunden, muss auch der Versicherer Ja zum Kunden sagen. Die Unternehmen prüfen potenzielle Neukunden auf Herz und Nieren. Wer ihnen zu krank erscheint – sei es mit chronischen Leiden wie Diabetes, sei es mit psychischen Problemen –, den nehmen sie nicht auf. Für andere Erkrankungen verlangen sie Zuschläge zum Beitrag, oder sie schließen ihre Behandlung ganz aus dem Versicherungsschutz aus.

Wer sich privat versichern will, muss deshalb in dem Antrag Fragen zum aktuellen Gesundheitszustand, aber auch zu früheren Untersuchungen und Behandlungen beantworten. Hier etwas wegzulassen, kann böse Folgen haben. Die Versicherer haben das Recht, alle Angaben zu prüfen, etwa indem sie bei Ärzten oder der früheren Krankenkasse nachfragen.

Selbst wenn jemand nur versehentlich etwas nicht angegeben hat, kann der Versicherer nachträglich Risikozuschläge festsetzen, Leistungen aus dem Vertrag ausschließen oder den Vertrag sogar rückwirkend auflösen.

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