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NWZonline.de Ratgeber Stiftung Warentest

So lässt es sich entspannt in See stechen

17.12.2018

Berlin Exotische Länder sehen, Seeluft genießen, jeden Tag einen neuen Hafen anlaufen – davon schwärmen Kreuzfahrer. Laut der Stiftung Warentest kann das Abenteuer in der Ferne die Passagiere aber teurer zu stehen kommen als gedacht – wenn sie zum Beispiel unbedarft mit dem Handy telefonieren oder an Bord erkranken.

Für ihre Januar-Ausgabe hat die Zeitschrift „Finanztest“ erstmals spezielle Versicherungspakete für Kreuzfahrten untersucht, die Versicherer und Kreuzfahrtunternehmen anbieten. Zudem haben sich Finanztest-Experten die Angebote großer Kreuzfahrtunternehmen und großer Netzbetreiber für Mobilfunk auf See angesehen. Wichtig ist es auch, dass Kreuzfahrer ihre Rechte kennen, wenn nicht alles nach Plan läuft.

Pauschalreisen

Schiffsreisen von Veranstaltern aus der Europäischen Union fallen unter das EU-Pauschalreiserecht. Das ist ein Riesenvorteil für die Passagiere: Bei Reisemängeln können sie nachträglich bis zu zwei Jahre nach Ende der Reise den Preis mindern. In besonderen Fällen haben sie ein Anrecht auf Schadenersatz wegen entgangener Urlaubsfreude. Sogar für mehrtägige Trips mit einer Fähre und für Rundreisen auf einem Frachtschiff gilt das EU-Pauschalreiserecht.

Reisemängel

Die Kabine ist zu eng, die Toiletten sind schmutzig, Schiffsmotoren dröhnen so laut, dass an Schlaf nicht zu denken ist, das Essen reicht nicht. Missstände melden Pauschalurlauber sofort dem Veranstalter, denn er muss die Chance haben, nachzubessern und Missstände zu beheben. Weisen Reisende berechtigte Mängel an ihrer Kabine nach, sollte der Veranstalter ihnen eine neue zuweisen.

Anreise

Gleich mitbuchen oder selbst organisieren? Das ist die Frage, die sich viele Schiffsreisende stellen, wenn es um den Weg zum Hafen geht. Wenn Urlauber auf eigene Faust mit Flugzeug, Auto oder Bahn anreisen, können sie in vielen Fällen eine Menge Geld sparen. Manchmal ist die selbst organisierte Anfahrt auch bequemer – etwa wenn Veranstalter nur Flüge mit langen Umsteigezeiten anbieten. Wer seine Anreise selbst organisiert, trägt aber das Risiko, falls sie schiefgeht.

Routenänderungen

Der Landgang in St. Petersburg sollte der Höhepunkt der Reise sein, doch das Schiff steuert den Hafen nicht an – manche Kreuzfahrt weicht von ihrer geplanten Route ab. Ändert der Veranstalter die Tour vorab erheblich oder verschiebt er das Datum, dann können Kreuzfahrer zurücktreten. Fällt ein geplanter Landgang aus, können sie im Nachhinein den Reisepreis mindern, wenn der Veranstalter schuld daran ist – beispielsweise weil das Schiff kaputt war. Sind Unwetter, hoher Wellengang oder politische Unruhen Ursache für die Änderung der Route, gehen Passagiere leer aus.

Versicherungen

Wichtig ist, dass Reisende vor der Kreuzfahrt ihren Versicherungsschutz überprüfen. Eine Auslandskrankenversicherung ist ein Muss bei Urlaub außerhalb Deutschlands. Sie übernimmt Kosten für notwendige Behandlungen und Krankentransporte. Eine Reiserücktrittsversicherung kann sinnvoll sein, wenn Passagiere eine teure Kreuzfahrt gebucht haben. Eine Reiseabbruchversicherung zahlt, wenn es notwendig wird, die Reise abzubrechen, zu unterbrechen oder zu verlängern. Kreuzfahrer sollten darauf achten, dass auch vorab gebuchte Landausflüge oder Tauchgänge mit der Versicherungssumme abgedeckt sind.

Versicherungspakete

Versicherer und Kreuzfahrtunternehmen bieten spezielle Versicherungspakete an. Sie enthalten meist Auslandsreise-Kranken- und Reiserücktrittsversicherungen. Das Besondere an den Paketen ist der enthaltene Verspätungsschutz, der sinnvoll sein kann, wenn Kreuzfahrer auf eigene Faust zum Hafen reisen. Mitunter sind auch Seekrankheitsversicherungen, Gepäckversicherungen, Haftpflichtversicherungen und Unfallversicherungen in den Kreuzfahrt-Versicherungspaketen enthalten.

Mobilfunk

Ein WhatsApp-Filmchen auf der Kreuzfahrt geguckt – 60 Euro! 470 Megabyte Daten auf der Fähre beim Surfen verbraucht – Handyrechnung über 12 000 Euro! Solche Geschichten über horrende Mobilfunkkosten nach Kreuzfahrten sind nicht erfunden. Auf hoher See bauen Schiffe ein eigenes Mobilfunknetz auf, das mit einem teuren Satellitennetz verbunden ist. Daher ist es in vielen Fällen günstiger, ein Daten- oder Mobilfunkpaket bei den Kreuzfahrtanbietern zu buchen. Telefonieren und Surfen bleibt auf diese Weise zwar teuer, die Kosten sind aber besser kalkulierbar.

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