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Hannelore Elsner Ist Tot
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NWZonline.de Ratgeber Stiftung Warentest

Nur drei Modelle flitzen vorneweg

03.12.2018

Berlin Laufräder sollten stabil, sicher und frei von Schadstoffen sein. 15 kleine Flitzer hat Stiftung Warentest ins Rennen um das beste Test-Qualitäts­urteil geschickt – elf aus Metall, drei aus Holz, eins aus Kunststoff. Das Ergebnis bremst den Spaß: Elf der 15 Laufräder wurden wegen ihres Schadstoffgehalts als mangelhaft bewertet. „Chillafish BMXie“ ist befriedigend. „BTwin Runride“ und „Kettler Speedy“ sind knapp gut. Aufs Siegerpodest fährt das gute „Puky Laufrad LR1“.

Die elf Mangelhaften enthalten kritische Mengen an Schadstoffen in Griffen, Sätteln oder Gummimänteln der Luftreifen – die von „Bikestar“, „Kellys“ und „Rebel Kidz“ sogar in all diesen Teilen. Meist handelt es sich um polyzyklische aromatische Kohlenwasser­stoffe, kurz PAK. Einige können krebserzeu­gend, fruchtschädigend oder erbgutverän­dernd wirken.

Langfristige Schäden

Akut giftig sind die gefundenen Mengen nicht. Die Substanzen können aber lang­fristig im Organismus wirken, wenn die Kleinen sie über die Haut aufnehmen. Das gilt vor allem für die acht Laufräder mit Schadstoffen in Griffen oder Sätteln. Kur­ven die Kinder mit den Rädern herum, um­schließen sie die Griffe über längere Zeit. Ist es draußen warm, berühren ihre Körper mit bloßer Haut oft auch den Sattel.

Mit den Reifen kommen Kinder meist we­niger in Kontakt, doch manche drehen zum Beispiel gern an ihnen mit den Händen. Das berücksichtigt auch die Europäische Chemikalienagentur. Sie zählt das kom­plette Laufrad zu Kinderspielzeug, das auf bestimmte PAK geprüft werden sollte – einschließlich der Bereifung.

Stiftung Warentest hat sie analysiert. Sieben der acht Laufräder, die luftgefüllte Gummireifen haben, enthielten so viel PAK, dass sie mit Mangelhaft bewertet wurden. Besser schnitt nur das „Early Rider“ ab. In den Kunst­stoffreifen der anderen Räder wurden keine oder nur geringe PAK-Gehalte nachgewiesen.

Was können Eltern tun, die eines der mangelhaften Laufräder zu Hause haben? Die Stiftung Warentest hat die Anbieter um Stellungnahme gebeten. Einige teilten mit, sie könnten sich die Befunde nicht erklären und kün­digten zusätzliche Prüfungen an. Einzelne Anbieter kommen Kunden entgegen: Sie bieten beispielsweise an, be­lastete Teile auszutauschen.

Mehrere Anbieter betonen, dass sie die rechtlichen Vorgaben einhalten. Die Stif­tung Warentest setzt tatsächlich strengere Maßstäbe für PAK als das Europäische Chemikalienrecht. Sie orientiert sich an den Vorgaben des freiwilligen GS-Zeichens für Geprüfte Sicherheit. Kinder sollten aus ge­sundheitlichen Gründen so wenig wie möglich mit schädlichen Substanzen in Kontakt kommen. Vier Laufräder beweisen zudem, dass es ohne Schadstoffprobleme geht. Selbst Gummireifen lassen sich mit geringerer PAK-Belastung herstellen.

Eine Kita­gruppe mit Drei- bis Vierjährigen hat im Auftrag der Stiftung die Laufräder ausprobier­t: Mit sichtlichem Spaß fuhren sie auf Wegen, kurvten um aufgestellte Hütchen herum, pflügten durch Sand, holperten über Rasen und einen Hügel hinunter.

Kinder beobachtet

Die Experten haben die Kinder auf­merksam beobachtet, ihre Fahrmanöver, Vorlieben und Probleme protokolliert. Es fiel auf: Bei freier Auswahl stürzten sich die Kleinen bevorzugt auf die poppig bunten Flitzer. Sie zogen liegende Laufräder am Lenker hoch, schwangen das Bein über den Sattel oder stiegen über den Rahmen auf.

Am einfachsten gelang das bei den „Puky“-Modellen, die einen sehr niedrigen Einstieg haben und – wie fünf weitere Laufräder im Test – ein Trittbrett. „Ohne Trittbrett finde ich doof“, sagt Kitakind Lana. „Wenn ich schnell fahre, muss ich dann die Füße hochhalten.“

Bei Slalomfahrten um Ver­kehrskegel erwiesen sich Räder ohne Lenk­anschlag als besonders wendig. Bei ihnen lässt sich der Lenker um 360 Grad drehen. Eine enge Einschlagsbegrenzung kann un­sicheren Kindern zwar Halt geben, er­schwert aber das Kurvenfahren. So stellten sich die Kinder zum Beispiel mit dem „Ko­kua LikeaBike“ oft auf die Füße und hoben das Vorderrad einfach um die Kegel herum. An Seitenständern können Kinder sich die Finger klemmen. Und wirklich notwen­dig sind sie nicht. Meist legen die Kleinen ihre Laufräder einfach ab.

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