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NWZonline.de Ratgeber Stiftung Warentest

Sichere Fahrräder nur bei zwei Anbietern

13.05.2019

Berlin Per App schnell mal ein Fahrrad mieten, für etwa einen Euro pro halber Stunde, das ist in weit mehr als 130 deutschen Städten möglich. Die Stiftung Warentest hat sechs Bikesharing-Anbieter getestet: Byke, Call a Bike, Donkey Republik, Limebike, Mobike und Nextbike. Vier fielen durch – vor allem, weil sie unsichere Fahrräder vermieteten („test“, 5/19).

Wie häufig Bikesharing-Anbieter ihre Räder kontrollieren und bei Bedarf reparieren müssen, ist gesetzlich nicht festgelegt. Bei ihrer Untersuchung fand die Stiftung Warentest gravierende Sicherheitsmängel. Im Notfall hätten die Bremsen vieler geprüfter Räder wenig ausgerichtet. Zwei Anbieter haben sogar in ihren Geschäftsbedingungen festgehalten, dass kein Anspruch auf einen technisch einwandfreien Zustand ihrer Gefährte bestehe.

Wenn ständig unterschiedliche Menschen ein Rad nutzen, dann muss es ein Allrounder sein. Um die Vielfalt der Bedürfnisse abzubilden, waren die Testradler unterschiedlich alt, groß, schwer und fahrradfit. Sie stellten fest, dass die Räder der verschiedenen Bikesharer sehr unterschiedlich komfortabel sind. Besonders strampeln mussten sie auf den Rädern von Mobike – mit Vollgummireifen, aber ohne Gangschaltung.

Das beste Bikesharing-Angebot kommt von Nextbike und Call a Bike – nur bei ihnen war die Sicherheit der geprüften Räder insgesamt akzeptabel. Nextbike verleiht in mehr als 60, Call a Bike in mehr als 70 deutschen Städten. Beide Anbieter verleihen Fahrräder in Oldenburg. Für sporadische Nutzer ist Nextbike oft preiswerter. Für Vielnutzer lohnen sich die Abopreise von Call a Bike, vor allem für Studenten, Senioren und Bahncard-Inhaber.

Ohne Daten funktioniert Bikesharing nicht – wer ein Fahrrad in seiner Nähe sucht, muss es schließlich orten können. Beim Mieten fallen Standortdaten, Bewegungsprofile und persönliche Daten an. Die Tester untersuchten, wie die Anbieter mit ihnen umgehen. Dabei stellten sie fest, dass die Mehrheit der Apps Daten sendet, die für ihre Funktion nicht erforderlich sind.

Besonders viele persönliche Daten sendete die Android-App von Mobike – und das teilweise auch noch unverschlüsselt. Die inakzeptable Datenschutzerklärung passte ins Bild.

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