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NWZonline.de Ratgeber Stiftung Warentest

Lippenstifte: Zum Verzehr nicht wirklich geeignet

25.10.2021

Berlin Alle Lippenstifte im Test enthalten mindestens einen kritischen Stoff. Kein Produkt schneidet gut ab, zwei sind sogar mangelhaft – auch das teuerste Markenprodukt.

Rot-bräunliche Töne in Rosenholz sind gerade sehr angesagt für die Lippen. Der Mund sieht damit gepflegt und natürlich aus. Die Stiftung Warentest hat 17 Lippenstifte in diesem Farbton geprüft – das Ergebnis ist ernüchternd: Alle Stifte enthalten Titandioxid, auch Naturkosmetik. Die Stiftung ordnet die Substanz erstmals als Schadstoff ein, weil sie bei Lippenstift mitverzehrt werden kann.

Zwei Stifte mangelhaft

Zwei Stifte sind mangelhaft, weil sie stark mit kritischen Mineralölbestandteilen und mineralölartigen Substanzen belastet sind: Rouge Coco Ultra Hydrating Lip Colour 428 von Chanel – mit 38 Euro der teuerste Stift im Test – und Full Satin Lipstick 030 von Catrice (4 Euro). Immerhin: Deckkraft und Pflege stimmen meist.

Schädigung des Erbguts

Das weißende Farbpigment Titandioxid galt lange als unbedenklich. Das hat sich geändert. Grund ist eine Neubewertung von Titandioxid als Zusatzstoff für Lebensmittel durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa). Den Verdacht einer erbgutschädigenden Wirkung konnte sie bei Verzehr der Substanz nicht entkräften. Das bedeutet: Das genetische Material von Zellen kann geschädigt werden und eventuell sogar Krebs entstehen.

Kein Stift schadstofffrei

Die Tester erreichte die Neuigkeit von der Neubewertung mitten im Test. Da auch von Lippenstiften immer etwas verschluckt wird, prüften sie kurz entschlossen alle Stifte auf Titandioxid – und wiesen es in jedem nach. Sie entschieden sich, Titandioxid erstmals als Schadstoff zu bewerten. Konsequenz: Kein Lippenstift im Test war komplett schadstofffrei, keinen können die Tester aus Gründen des vorsorgenden Verbraucherschutzes uneingeschränkt empfehlen.

Mineralöl problematisch

Von Gesundheitsrisiken durch Mineralölbestandteile weiß die Welt schon seit fast zehn Jahren. 2012 stufte die Efsa die Menge an Mineralölbestandteilen vom Typ Mosh, die Menschen über Lebensmittel aufnehmen, als „potenziell besorgniserregend“ ein. Sie können sich in Organen und Geweben anlagern – die Folgen sind noch unklar. Auch über Lippenstift können Menschen die Substanzen aufnehmen – wer sich täglich schminkt, kann bis zu etwa fünf Lippenstifte im Jahre verzehren.

Natürlich ohne Mineralöl

Die Hersteller setzen in fast allen Stiften der konventionellen Kosmetik im Test bewusst Mineralölbestandteile und synthetische Pendants ein. Die Substanzen verleihen etwa Konsistenz, Pflege und Glanz. Nur der konventionelle Stift von Rival de loop von Rossmann, der von Annemarie Börlind und alle fünf Produkte mit Naturkosmetik-Siegel verzichten darauf.

Die Tester haben die beiden Anbieter der Stifte mit den höchsten Gehalten mit ihren Ergebnissen konfrontiert. Anders als die Tester zeigten sie sich wenig besorgt.

Warentest-Tipps

  Alle Lippenstifte im Test enthalten Titandioxid. Der Farbstoff gilt seit Kurzem als kritisch, da er möglicherweise das Erbgut schädigt. Wer auf die Stifte nicht verzichten will, für den kommen sechs in Frage: Sie haben keine Probleme mit Mineralölen und Co., gute Schminkeigenschaften und sind vor unbemerktem Öffnen geschützt.

  Wenig bis mittel viel Titandioxid enthalten: Annemarie Börlind (15 Euro pro Stift), L’Oréal (8,95 Euro), Dr. Hauschka (19,50 Euro), Essence (2,28 Euro), Lavera (6 Euro), NYX (8,85 Euro).

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