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NWZonline.de Ratgeber Stiftung Warentest

Später gut versorgt zu Hause und auch im Heim

27.01.2020

Berlin Wer für den Pflegefall vorsorgen will, kann eine Pflegetagegeldversicherung abschließen. Sobald die versicherte Person pflegebedürftig wird, fließt pro Tag eine vereinbarte Summe. Vorteil: Das Geld steht zur freien Verfügung – für pflegende Angehörige oder eine Haushaltshilfe, einen ambulanten Pflegedienst oder einen Heimplatz. Nachteil: Die Beiträge müssen Versicherte oft auch bei Pflegebedürftigkeit bis zum Lebensende zahlen. Die Stiftung Warentest hat untersucht, wie gut die Angebote von 27 privaten Krankenversicherern die finanzielle Lücke im Pflegefall abdecken. Das Ergebnis steht in der Februar-Ausgabe von „Finanztest“: Viele Tarife im Test bieten einen guten Schutz.

Am besten sind 55-jährige Kunden mit den Tarifen der DFV (Deutschlandpflege Flex), DKV (PTG), HanseMerkur (PGA, PGS) und Huk-Coburg (PMvario) bedient. Für 45-Jährige hat die HanseMerkur (PGA, PGS) sogar sehr gut abgeschnitten.

Auch wenn es manch einem schwerfallen mag, sich im mittleren Lebensalter die eigene Pflegesituation vorzustellen, ist es sinnvoll, vor Abschluss eines Tarifs darüber nachzudenken. Kommt eher ein langer Aufenthalt zu Hause infrage? Oder sieht sich jemand eher schon früh im Pflegeheim? Wichtig ist das, weil es je nach Tarif für ambulante und stationäre Versorgung unterschiedlich viel Geld in den verschiedenen Pflegegraden gibt.

Bei einigen Tarifen können Interessierte Einfluss darauf nehmen, wie das Geld über die Pflegegrade verteilt wird. Bei diesen Angeboten ist es möglich, die Verteilung zu bestimmen – meist aber in einem vorgegebenen Rahmen. Gothaer, Inter, SDK und Vigo sehen vor, dass höhere Pflegegrade nicht geringer als niedrigere abgesichert werden dürfen. Keine Einschränkungen gibt es bei der DFV: Kunden können das Geld verteilen, wie sie möchten.

Neben Leistung und Beitrag gibt es eine Reihe weiterer Vertragsbedingungen, die für Kunden von Bedeutung sind. Die wichtigsten wurden bei der Bewertung der Tarife berücksichtigt. Es sind:
 Dynamik: Kunden können ohne erneute Risikoprüfung die Leistungen in regelmäßigen Abständen erhöhen, um die allgemeine Kostensteigerung auszugleichen. Je weniger Einschränkungen es hierbei gibt, desto besser.
 Sonderzahlung: Ist ein Tagegeld von 45 Euro vereinbart, erhält der Versicherte zum Beispiel im Tarif Premium Plus der Bayerischen Beamtenkrankenkasse und der UKV bei erstmaligem Eintritt in einen Pflegegrad ab 2 eine Einmalzahlung von 4500 Euro.
 Wartezeit: Laut Gesetz dürfen Versicherer regeln, dass Kunden bis zu drei Jahre nach Abschluss des Vertrags noch keinen Anspruch auf Leistungen haben. Fast alle Unternehmen verzichten auf diese Wartezeit.
 Nachweis der Pflegebedürftigkeit: In das Testurteil eingeflossen ist auch, wie einfach es Versicherer ihren Kunden machen, die Pflegebedürftigkeit nachzuweisen. Die gesetzliche Pflegeversicherung überprüft regelmäßig, ob der einmal festgestellte Pflegegrad noch besteht. An die Feststellungen der Kasse sollte sich auch die private Pflegetagegeldversicherung halten, ohne weitere Nachweise zu verlangen.
 Krankenhaus, Ausland, Suchterkrankung: Gut für Kunden ist es außerdem, wenn die Versicherung das Tagegeld auch zahlt, wenn Versicherte vorübergehend im Krankenhaus oder im Ausland behandelt oder wegen einer Suchterkrankung pflegebedürftig werden.

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