Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Wärmepumpen-Strom Preisvergleich am besten vor Ort starten

Berlin - Ob sich eine Wärmepumpe rechnet, hängt stark davon ab, wie teuer der Strom ist, den sie für ihren Betrieb braucht. Finanztest hat deutschlandweit die günstigsten Stromtarife für Wärmepumpen ermittelt. Ergebnis: Einige regionale Tarife sind sogar preiswerter als die geplante Preisbremse von 28 Cent pro Kilowattstunde. Ein Wechsel kann sich also lohnen.

Finanztest wollte wissen, wer güns­tige Tarife für Wärmepumpen verkauft und Preise bietet, die güns­tiger sind als Haus­halts­strom. Besonders nied­rige Preise zahlen vieler­orts Haushalte, die ihren Wärmestrom über einen Extrazähler getrennt vom Haus­halts­strom messen und abrechnen. So können sie einen speziellen Tarif abschließen.

Die Tester haben über 500 Strom­anbieter nach solchen Wärmepumpen-Tarifen befragt. 41 Versorger haben geant­wortet und Preise und Konditionen für 73 Tarife geschickt. Für die Muster­region kosteten zum Stichtag elf bundes­weite Tarife bis zu 15 Prozent weniger im Jahr als das güns­tigste Haus­halts­strom­angebot des Tarif­rechners Check24.

Die Unter­suchung zeigt auch: Besonders preis­werte Tarife bieten die örtlichen Stadt­werke. Kunden der Stadt­werke Trost­berg zahlen zum Beispiel nur 24 Cent pro Kilowatt­stunde. Günstig ist auch die Rhön­-Energie Fulda. Beide regionalen Tarife bieten allerdings keine Preis­garantie.

Rabatt bei Extra-Zähler

Doch warum können Anbieter Preise aufrufen, die güns­tiger als Haus­halts­strom sind? Das liegt vor allem daran, dass im Vergleich zum Haus­halts­strom geringere Netz­entgelte anfallen. Sie sind ein Bestand­teil des Strom­preises. Wärmepumpen mit eigenem Stromzähler sind in der Regel steuer­bare Ver­brauchs­­einrichtungen. Um das Stromnetz zu entlasten, dürfen Netz­betreiber ihnen zu vorab fest­gelegten Zeiten kurz den Strom kappen. Im Gegen­zug können sie Entgelte nach eigenem Ermessen senken. Dies geht aber nur, wenn die Wärmepumpe einen eigenen Zähler hat.

Anbieter gestaltet Preis

Ob die reduzierten Netz­entgelte auch bei den Kunden ankommen, liegt nicht mehr in der Hand des Netz­betreibers. Der Strom­anbieter bestimmt durch seine Preis­gestaltung, ob er den Rabatt an seine Kunden weiterreicht. Eine bundes­einheitliche Regelung für die Reduktion der Netz­entgelte ist laut Bundes­netz­agentur in Planung.

Preisbremse bei 28 Cent

Wer noch viele Monate vertraglich an einen teuren Tarif gebunden ist, kann von der Preisbremse für Wärmestrom profitieren. Danach soll ein Grund­kontingent von 80 Prozent des Vorjahres­verbrauchs höchs­tens 28 Cent pro Kilo­watt­stunde kosten. Die Differenz zum tatsäch­lich mit dem Versorger vereinbarten Preis über­nimmt der Staat. Voraus­setzung für den Preis­nach­lass wird sein, dass der Haushalt einen eigenen Zähler für den Wärmepumpen­strom hat und weniger als 30 000 Kilowatt­stunden pro Jahr verbraucht. Die Entlastung durch die Preis­bremse soll künftig auto­matisch von den Versorgern mit dem monatlichen Abschlag verrechnet werden. aber erst wenn sie den Gesetz­gebungs­prozess durch­laufen hat, werden die Versorger neue Abschläge berechnen und die Kunden informieren.

Nachhaltig mit Ökostrom

Wer mit seiner Wärmepumpe einen Beitrag zur Energiewende leisten will, schließt einen Ökostrom­tarif ab. 77 Prozent der Tarife im Test sind laut Anbieter Ökostrom. Bestimmte Siegel wie Grüner Strom Label oder ok-power helfen einzuschätzen, wie nach­haltig ein angebotener Ökostrom­tarif ist.

Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Stellten die Ausweitung des Konzeptes „Wilhelmshaven sicher“ auf den Busverkehr der Stadtwerke-Verkehrsgesellschaft vor: (v.li.) Frank Rademacher (Geschäftsführer Stadtwerke-Verkehrsgesellschaft Wilhelmshaven), Polizeidirektor Heiko von Deetzen, Projektleiter und Polizeihauptkomissar Tim Bachem und Oberbürgermeister Carsten Feist.

POLIZEIPRÄSENZ IM BUSVERKEHR Hausrecht der Polizei stärkt ab sofort Sicherheit in Bussen

Lutz Rector
Wilhelmshaven
Kommentar
Klimaaktivisten der Gruppe „Fridays for Future“ in Saarbrücken werfen Bundeskanzler Scholz vor, bei seinem Besuch in der vom Hochwasser betroffenen Region und in seiner Ansprache „die Klimakrise fahrlässig ausgeblendet“ zu haben.

UMWELTPOLITIK Durch mehr Klimaschutz gibt’s nichts zu verlieren

Jana Wolf Büro Berlin
Eine junge Lehrerin schreibt Mathematikaufgaben an eine Schultafel. Niedersachsen will 390 Schulen im Land nach Sozialindex stärker fördern.

NEUES PROGRAMM FÜR 390 SCHULEN Wie Niedersachsen mehr Bildungsgerechtigkeit herstellen will

Stefan Idel Büro Hannover
Hannover
Lara und Philipp Schumacher wollen gemeinsam mit ihren drei Kindern ein neues Leben auf Mallorca beginnen. Dafür bereiten sie seit Jahren alles vor – und der letzte, mehrmonatige Aufenthalt vor der Auswanderung begann mit einem herben Rückschlag.

BETROGEN UND ENTTÄUSCHT Emder Familie kämpft nach Betrug auf Mallorca um ihren Traum

Aike Sebastian Ruhr
Emden
Mit Video
Nach der Sprengung inspizierten Midgard-Beschäftigte die Überreste der Verladebrücke.

KRANSPRENGUNG IN NORDENHAM Koloss aus Stahl fällt in 15 Sekunden zusammen

Norbert Hartfil
Nordenham