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NWZonline.de Ratgeber Stiftung Warentest

Missgeschick kann teuer werden

07.10.2019

Berlin Tür zu, Schlüssel in der Wohnung. Das passiert in Deutschland täglich mehrere Hundert Mal. Dann muss ein Fachmann ran. Doch die Schlüsseldienste nutzen oft die Not ihrer Kunden aus und verlangen überhöhte Preise. Die Stiftung Warentest hat zehn Schlüsselnotdienste vor Ort und vier Vermittlungsportale getestet. Drei von vier Vermittlern sind mangelhaft, berichtet die Zeitschrift „test“ (10/19). Ein Monteur beschädigte sogar die Tür. Immerhin ein Portal kann empfohlen werden. Die Preise im Test reichten von 65 bis 415 Euro.

Das wollte die Stiftung Warentest herausfinden: In fünf Großstädten haben sich ihre Tester als Ausgesperrte ausgegeben und auf die Suche gemacht. Zum einen bei vier überregionalen Vermittlern von Schlüsselnotdiensten. Wer dort anruft, landet bei einer zentralen Hotline, die einen Monteur vermittelt. Zum anderen wurden vor Ort zehn Schlüsseldienste direkt kontaktiert.

Von den Vermittlern kann die Stiftung Warentest nur einen empfehlen – ein Geheimtipp, der aber völlig naheliegt: den Schlüsseldienst aus den Gelben Seiten. Die drei anderen Schlüsseldienst-Portale sind mangelhaft. Die von ihnen verlangten Preise waren zu happig. Einige wollten zudem unnötigerweise neue, überteuerte Schließzylinder an den Mann bringen.

Besser lief es bei lokalen Schlüsseldiensten vor Ort, die die Tester direkt angerufen haben. Hier patzten nur drei von zehn. Die Aufgabe, die sie den Schlüsseldiensten stellten, war nicht kompliziert: Einmal war die Tür nur ins Schloss gefallen, einmal der Schlüssel im Schloss abgebrochen und einmal der Schließzylinder mit Kleber verstopft. Solche Türen lassen sich oft zerstörungsfrei in wenigen Minuten öffnen.

Die Verbraucherzentrale hält – je nach Bundesland, Tages- oder Nachtzeit – Komplettpreise von 60 bis 150 Euro für angemessen. Manche Schlüsseldienste im Test nutzen die Not der Ausgesperrten jedoch aus. Sie kassieren schon mal teure Pauschalen bevor es losgeht, dazu Viertel-Stundenlöhne (!) von bis zu 60 Euro und Schließzylinder, die statt 30 überteuerte 300 Euro kosten. Alles Netto versteht sich, zuzüglich Mehrwertsteuer.

Die Stiftung Warentest rät, sich vorsorglich einen Schlüsseldienst in der Umgebung abzuspeichern und möglichst einen Zweitschlüssel bei Vertrauten zu hinterlegen. Türöffner mit Festpreisgarantie finden sich online beim Vermittlungsportal Schluesseldienst.gelbeseiten.de. Dort kostet eine einfache Türöffnung 89 Euro.

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