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NWZonline.de Ratgeber Stiftung Warentest

Schülerjobs: Nach der Schule das Taschengeld aufbessern

19.09.2022

Berlin Ältere Kinder und Jugend­liche können mit Ferien- und Schülerjobs ihr Taschengeld aufbessern. Finanztest erklärt, wann und wie lange sie arbeiten dürfen, welche Jobs geeignet sind und welche Vorschriften gelten:  

Ab 13 Jahren: Nur leichte Arbeiten

Kinder unter 13 Jahren dürfen in der Regel gar nicht arbeiten. Erst ab 13 sind erste kleinere Aushilfs­tätig­keiten nach der Schule für Kinder über­haupt erlaubt. Diese sind jedoch an strenge Auflagen geknüpft, die das Jugendarbeitsschutzgesetz und die Kinderarbeitsschutzverordnung regeln. Die Arbeit muss leicht und für Kinder geeignet sein, sie darf weder die Gesundheit, die Entwick­lung noch den Schul­besuch der Kinder gefährden.

Als Beispiel für eine geeignete Arbeit nennt die Verordnung einen der beliebtesten Schülerjobs: das Austragen von Zeitungen oder Prospekten. Daneben können Kinder in privaten Haushalten aushelfen. Sie können Haus­halts- und Garten­arbeiten über­nehmen, auf kleinere Kinder oder Haustiere aufpassen, Nach­hilfe geben oder Einkäufe und kleine Besorgungen für Nach­barn über­nehmen. Sobald Kinder den Job regel­mäßig und nicht nur gelegentlich machen, ist es in puncto Steuern und Schutz besser, die Beschäftigung bei der Minijobzentrale anzu­melden. 

Ab 15 Jahren: Mehr Freiheiten

Schüle­rinnen und Schüler, die älter als 15 und nicht mehr voll­zeitschul­pflichtig sind – die Schule, je nach Bundes­land, also schon neun oder zehn Jahre besucht haben – gelten arbeits­recht­lich als Jugend­liche. Sie haben mehr Optionen bei der Wahl ihres Neben­jobs. Sie können neben der Schule mit gewerb­lichen Minijobs erste Berufs­erfahrungen sammeln, etwa im Supermarkt Regale einräumen oder kassieren, im Café kell­nern oder in einem land­wirt­schaftlichen Betrieb bei der Ernte helfen.

Dennoch gelten auch für sie die strengeren Regeln des Jugend­arbeits­schutz­gesetzes. So dürfen Schüler unter 18 keine gefähr­lichen Arbeiten über­nehmen oder in Jobs mit erhöhter Unfall- oder Infek­ti­ons­gefahr arbeiten. Sie müssen außerdem längere Ruhe­pausen einhalten als Erwachsene, Nacht­schichten sind tabu. Nicht erlaubt ist Akkord­arbeit und Arbeit unter Tage.  

Ab 18 Jahren: Alle Jobs erlaubt

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Mit der Voll­jährigkeit entfallen auch die restlichen Einschränkungen des Jugend­arbeits­schutz­gesetzes. Es gelten die gleichen arbeits­recht­lichen Bestimmungen wie für Erwachsene. Schüler können daher dieselben Jobs wie Erwachsene über­nehmen und sich bei ihrer Wahl vielleicht schon an ihrem Berufs- oder Ausbildungs­wunsch orientieren. Voll­jährige Schüler haben außerdem Anspruch auf den gesetzlichen Mindest­lohn.

Finanztest-Tipps

  Jobsuche: Möchte ein Kind neben der Schule arbeiten, suchen die Eltern am besten gemein­sam mit ihm eine alters­gerechte Stelle: Für Kinder zwischen 13 und 15 Jahren sind nur leichte Aushilfs­tätig­keiten etwa in Privathaushalten erlaubt. Jugend­liche können schon gewerb­liche Minijobs über­nehmen.

  Sicherheit: Eltern sollten darauf achten, dass ihr Kind vom Arbeit­geber bei der Minijobzentrale angemeldet wird. Nur so ist es durch die gesetzliche Unfall­versicherung geschützt. Das gilt auch für Tätig­keiten in privaten Haushalten.

  Ferien­job: Ist das Kind mindestens 15 Jahre alt und noch schul­pflichtig, kann es in den Ferien mehr Stunden arbeiten, als während der Schul­zeit erlaubt sind. Die Ausnahme gilt aber nur für bis zu vier Wochen im Jahr.

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