Navigation überspringen
nordwest-zeitung
ePaper Newsletter App Jobs Immo Trauer Shop

Kindertretroller Sieben Gute für sicheren Fahrspaß


Gute Kinder­roller sind sicher und robust. Im Bild die Testsieger Puky R1 für kleinere (rechts) und Six Degrees für größere Kinder.



Stiftung Warentest

Gute Kinder­roller sind sicher und robust. Im Bild die Testsieger Puky R1 für kleinere (rechts) und Six Degrees für größere Kinder.

Stiftung Warentest

Berlin - Einen Fuß aufs Brett und mit dem anderen Schwung holen – Kindertretroller bereiten Kids viel Spaß. Die Stiftung Warentest hat insgesamt 16 Modelle verglichen, und zwar elf für Schulkinder und fünf für die Kleineren ab zwei Jahren. Für beide Alters­gruppen gibt es empfehlenswerte Modelle – sieben Scooter schneiden gut ab.

Aber die Tester fanden auch Kritisches: Der Decathlon-Roller für Kleine ab zwei Jahren war so wackelig, dass er ein Ausreichend kassiert. Zwei Roller für Schulkinder fallen wegen Schadstoffbelastung durch.

Kinder als Praxistester

Bei der wichtigsten Prüfung, den Fahr­eigenschaften, halfen den Testern zwanzig Grund­schüler sowie sieben Kinder im Kita-Alter: Auf einer Test­strecke umkurvten die Jungen und Mädchen mit den großen Rollern Pylonen, über­wanden einen Bord­stein, abschüssiges Gelände, Rasen und Sandwege. Die Jüngeren legten auf den kleinen Rollern einen einfacheren Parcours auf befestigten Wegen zurück. Für unebenes Terrain sind diese Modelle nicht geeignet. Während der Fahrt beob­achteten Fachleute die Kinder.

Favoriten der Kleinen

Den Kleinen bereitete der wendige und fahr­stabile Puky R1 am meisten Spaß. Mit seinem großen Vorderrad über­windet er auch kleine Huckel. Die Modelle von Scoot and Ride, Hudora und Micro waren ebenfalls beliebt. Sie lassen sich steuern, indem die Lütten ihr Gewicht nach links oder rechts verlagern. Kindern, die mit einem klassischen Lenker noch nicht vertraut sind, fällt diese Lenkart teils leichter. Bei einem Modell waren sich alle einig: Decathlon Oxelo B1 500 lässt sich schlecht lenken und ist so kippelig, dass einige der Kleinen beim Losfahren umge­kippt sind. Tipp: Beim Kauf auf eine passende Lenkerhöhe achten. die Roller für die Kleinen sind je nach Modell für Körpergrößen zwischen 80 und 125 cm geeignet, die Roller für die größeren Kinder für Größen je nach Modell Körpergrößen zwischen 100 und 180 cm.

Top-Modelle der Großen

Die Größeren flitzten am liebsten mit dem Six Degrees, Puky Spee­dus One, Best Sporting und My Hood durch den Parcours. Roller wie Six Degrees und Puky eignen sich mit ihren großen Rädern auch für unebenes Gelände. Der My Hood erwies sich als sehr wendig und gefiel Kids, die gern rasant unterwegs sind – er fiel jedoch durch die Schad­stoff­prüfung. Auf wenig Begeisterung stieß der Globber. Sein Tritt­brett befindet sich nicht mal zwei Zenti­meter über dem Boden. Mehrere Kinder setzten mit ihm in engen Kurven oder bei Unebenheiten auf und kamen ins Rutschen. Tipp: Möchte das Kind öfter auf unbe­festigten Wegen fahren, sollte man einen Roller mit großen Rädern wählen

Risiken beim Klappen

Die elf Roller für größere Kinder lassen sich für die Mitnahme im Auto, im Bus oder in der Bahn zusammenklappen. Besonders klein und platz­sparend ist Decathlon Oxelo Mid 5, schwer und sper­rig ist dagegen Puky Spee­dus One. Zudem hatten die Kinder Probleme, den Puky zusammen- und auseinander­zuklappen. In diesem Punkt wurde er mit Ausreichend bewertet.

Der Fun Pro lässt sich zwar einfach klappen, doch dabei könnten die Finger ins Scharnier zwischen Lenker­rohr und Tritt­brett geraten und sich böse quetschen. Im Prüf­punkt Verletzungs­gefahr vergeben die Warentester deshalb ein Ausreichend.

Ein anderes Problem hat der Micro Mini Deluxe für Kleine. Die Höhen­verstellung seines Lenkers ist nicht so gesichert, wie es die Norm verlangt. Arretiert man den Lenker nicht fest genug, kann er beim Fahren nach unten rutschen. Die Sicherheit der Lenkung ist daher nur ausreichend.

Schadstoffe gefunden

Im Griff des My Hood wiesen die Tester eine höhere Menge an kurz­kettigen Chlorparaf­finen nach, als der EU-Grenz­wert erlaubt, zudem enthielt er mittel­kettige Chlorparaf­fine. Die Stoffe werden als Flamm­schutz­mittel und Weichmacher verwendet und reichern sich in der Umwelt an. Kurz­kettige Chlor­paraf­fine können beim Menschen vermutlich Krebs erzeugen. Der dänische Anbieter teilte der Stiftung Warentest mit, die Ergeb­nisse zu prüfen und die Griffe gegebenenfalls auszutauschen.

Austausch möglich

Beim Globber fanden die Tester im Tritt­brett­belag eine höhere Menge des kritischen PAK Benzo(ghi)perylen, als das GS-Zeichen für Kinder­pro­dukte erlaubt. Als Reaktion auf den Befund bietet Globber an, den Belag auszutauschen, der sich abziehen lässt. Käufer können sich an service@authentic-sports.de wenden oder unter t 02331/6 28 98 83 anrufen. Immerhin erwies sich der Globber als robust und lang­lebig. So wie etliche andere Modelle auch. Jahre­langem Fahr­spaß steht mit vielen Rollern nichts mehr im Weg, resümieren die Warentester.

Spitzenreiter

  Testsieger: Kleine Kinder fahren mit dem Puky R1 für 80 Euro am besten. Der Zweit­platzierte, Highwaykick 1 von Scoot and Ride (100 Euro), lässt sich auch mit Sitz fahren. Das Top-Modell für größere Kinder: der Aluminium Scooter von Six Degrees für 90 Euro.

  Preistipp: Gut und mit 70 Euro recht günstig ist der Decathlon Oxelo Mid 5 für die Größeren. Aufgepasst: Sein kleiner Bruder, der Oxelo Scooter B1 500 ist nur ausreichend.

Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion

VfB-Einzelkritik nach 1:1 in Meppen Steurer blockt stark, Wegner ein Unruheherd, Plautz unglücklich

Lars Blancke Meppen

Reaktionen zum VfB-Remis in Meppen „Ich bin nicht zufrieden – nicht mit dem Punkt, nicht mit dem Spiel, nicht mit der Situation“

Lars Blancke Oldenburg

Neue Kita in Jever Einrichtung soll in Rahrdum gebaut werden

Antje Brüggerhoff Jever

Ehrung in Friesoythe Das sind die Menschen des Jahres 2022

Carsten Bickschlag Friesoythe

Eishockey ECW Sande rückt den Harzer Falken auf die Pelle

Carsten Conrads Wilhelmshaven
Auch interessant