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NWZonline.de Ratgeber Stiftung Warentest

Steuererklärung: Mit Homeoffice-Pauschale Geld sparen

22.02.2021

Berlin Berufstätige, die 2020 zu Hause gearbeitet haben, können mit der neuen Homeoffice-Pauschale ihren heimischen Arbeitsplatz in der Steuererklärung geltend machen. Wo in der Wohnung er war, spielt laut Finanztest keine Rolle. Alle können bis zu 600 Euro absetzen – ebenso im Jahr 2021. Unerheblich ist, ob sie wegen Corona zu Hause arbeiten müssen oder dürfen. Finanztest beantwortet die wichtigsten Fragen:   

Wann kann ich die neue Pauschale ansetzen?

Abgerechnet werden kann sie für jeden Tag, an dem man nur zu Hause gearbeitet hat: pro Tag 5 Euro pauschal als Werbungskosten. Selbstständige setzen die Pauschale als Betriebsausgaben ab – maximal für alle beruflichen Tätigkeiten 600 Euro im Jahr, was 120 Arbeitstagen entspricht.   

Wie viel Steuern sparen Arbeitnehmer?

Um durch die Homeoffice-Pauschale einen Steuervorteil zu haben, müssen insgesamt mehr als 1000 Euro Werbungskosten im Jahr zusammenkommen. Denn 1000 Euro werden schon pauschal ohne Nachweis beim Lohnsteuerabzug berücksichtigt.

Aber über die 1000-Euro-Grenze könne man leicht kommen, so Finanztest: War jemand 120 Tage im Homeoffice, kommt er dafür auf 600 Euro. Dazu addiert wird die Pendlerpauschale von 30 Cent je Kilometer der einfachen Entfernung für Tage, an denen der Berufstätige in seiner regelmäßigen Arbeitsstätte war. Waren es etwa 110 Tage im 15 Kilometer entfernten Büro, ergeben sich dafür 495 Euro (0,30 Euro x 15 Entfernungskilometer x 110 Tage). Das macht dann inklusive Homeoffice-Pauschale 1095 Euro. Dazu kommen meist weitere Werbungskosten, etwa für Büromöbel, Büromaterial, Fachliteratur, Fortbildung, Bewerbung oder Gewerkschaftsbeiträge.   

Ich arbeite seit März 2020 zu Hause in meinem Arbeitszimmer. Wie viel kann ich absetzen?

Voraussetzung ist zunächst, dass der Raum fast nur zum Arbeiten dient. Wer mehr zu Hause als in der Firma des Arbeitgebers arbeitet, kann die anteiligen Miet- und Nebenkosten für das steuerlich anerkannte Arbeitszimmer voll als Werbungskosten ansetzen. Denn das Heimbüro ist Mittelpunkt der Tätigkeit. Es spielt keine Rolle, ob Teil- oder Vollzeit gearbeitet wird oder ob der Arbeitgeber einen anderen Arbeitsplatz zur Verfügung stellt.

Anders ist es für die Zeiten, in denen wieder mehr im Büro des Arbeitgebers gearbeitet wird. Für diese Monate zählen die Kosten für das heimische Arbeitszimmer nur bis zu 1250 Euro im Jahr. Bedingung ist außerdem: Der Chef stellt in der Zeit der Heimarbeit keinen Arbeitsplatz zur Verfügung oder man darf ihn wegen des Infektionsrisikos nicht nutzen. Sind die Bedingungen nicht erfüllt, kann zumindest die Homeoffice-Pauschale von 5 Euro pro Tag angesetzt werden – für insgesamt 120 Tage.   

Wie ermittle ich die Kosten für mein häusliches Arbeitszimmer?

Die anteiligen Raumkosten errechnen sich aus den Gesamtkosten für die Wohnung – Miete, Strom und Heizung und andere Nebenkosten wie Beiträge für die Hausratversicherung. Dazu wird der Anteil des Arbeitszimmers an der Gesamtwohnfläche ermittelt. Die Formel: Fläche des Arbeitszimmers geteilt durch Gesamtwohnfläche der Wohnung mal 100. Das Ergebnis ist der Arbeitszimmeranteil in Prozent. Zusätzlich gehören zu den Arbeitszimmerkosten auch Ausgaben für Renovierung und Einrichtung des Raumes, aber nicht für Luxus. Separat zählen Büromöbel und PC. Diese Posten kann jeder unabhängig vom Heimbüro geltend machen.   

Ich habe mir im Jahr 2020 einen PC und Regale fürs Homeoffice gekauft. Zählt das zusätzlich?

Ja. Benötigen Arbeitnehmer diese Dinge in erster Linie für ihren Job, zählen die Ausgaben als Werbungskosten. War ein Teil teurer als 800 Euro (ohne Mehrwertsteuer), muss es über die Jahre der Nutzung monatsgenau in Raten abschreiben werden – etwa ein Büromöbel über 13 Jahre. Für Computerhardware und -software gelten bisher drei Jahre Abschreibung. Ab 2021 können sie sofort voll abgeschrieben werden.   

Ich bin im Homeoffice, muss aber beim Dienstwagen den geldwerten Vorteil für den Arbeitsweg voll versteuern. Kann ich das korrigieren?

Ja. Dazu werden die Fahrten zur Arbeit einzeln abgerechnet, als geldwerter Vorteil werden 0,002 Prozent für den Arbeitsweg angesetzt statt 0,03 Prozent wie der Arbeitgeber (Anlage N, Zeile 6). Das lohnt, wenn jemand monatlich höchstens 15-mal in seine Firma gefahren ist. Beispiel: Eine Frau fuhr 2020 mit dem Dienstwagen (50 000 Euro Bruttolistenpreis) nur an 96 Tagen ins 30 Kilometer entfernte Büro. Als geldwerten Vorteil berechnet sie: 50 000 Euro x 0,002 Prozent x 30 Kilometer x 96 Fahrten = 2880 Euro. Ihr Chef ermittelte 5400 Euro (50 000 Euro x 0,03 Prozent x 30 Kilometer x 12 Monate). Sie beantragt in der Steuererklärung, den Arbeitslohn um 2520 Euro (5400 minus 2880) zu reduzieren.

Finanztest-Tipps

  Steuererklärung 2020: Die Homeoffice-Pauschale gibt es, wenn in Anlage N, Zeile 48 die Homeoffice-Tage multipliziert mit 5 Euro angegeben werden. Alternativ können Kosten fürs Arbeitszimmer in Zeile 44 abgerechnet werden.

  Belege: Belege für Jobkosten wie für Heimarbeit muss man erst vorlegen, wenn es das Amt verlangt. Vorsorglich sollten sich Arbeitnehmer ihre Heimarbeitstage vom Chef bestätigen lassen.

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