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NWZonline.de Ratgeber Stiftung Warentest

E-Mail-Adressen sinnvoll und sicher organisieren

13.01.2020

Berlin Von der Kommunikation privat wie beruflich übers Onlineshopping bis hin zum Verwaltungsakt: Ohne E-Mail geht nichts. Selbst, wenn man bei einem Dienst sein Passwort vergessen hat, erhält man das neue oft per Mail. Umso wichtiger ist es also, die eigene(n) E-Mail-Adresse(n) sorgsam zu wählen.

Worauf es dabei ankommt, hängt davon ab, wofür die Adresse genutzt wird, sagt Marcus Pritsch von der Stiftung Warentest. „Am besten hat man nämlich eine Hauptadresse für die offiziellen Anfragen und E-Mails an Freunde und Familie“, rät er. „Damit kann man sich auch online bei wichtigen Anbietern einloggen, etwa bei einem Zahlungsdienstleister.“

Gerade bei der Hauptadresse sollte man wählerisch sein. Wichtig sei der Anbieter-Umgang mit Datenschutz und Privatsphäre, so Pritsch. „Entscheidend ist erst mal, wo das Unternehmen seinen Sitz hat. In den USA haben die staatlichen Stellen zum Beispiel Zugriff auf alle Daten. Bei europäischen Anbietern ist das nicht der Fall“.

Die Provider 1&1, Web.de, GMX, Telekom (T-Online-/Magenta-Mail), Strato und Freenet nutzen für E-Mails eine Transportverschlüsselung – sowohl zwischen ihren Nutzern und Rechenzentren als auch untereinander. Die Initiative nennt sich „E-Mail made in Germany“.

Wird die Nachricht so verschickt, ist sie zwar oft verschlüsselt – aber der Anbieter könnte sie noch lesen, wenn er wollte. Das könne man sich vorstellen wie eine Postkarte im Postsack, sagt Marcus Pritsch.

Unterbinden lasse sich das per Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, die auch und insbesondere für sensible Nachrichten wichtig ist, zum Beispiel an den Arzt. Nur Absender und Empfänger können die Nachricht dann lesen, so wie einen Brief, der im Umschlag steckt.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) empfiehlt grundsätzlich, Mails zu verschlüsseln. Viele Lösungen dafür basieren auf dem Verschlüsselungs-Konzept Pretty Good Privacy (PGP). Ende-zu-Ende-Verschlüsselung funktioniert aber nur, wenn Absender und Empfänger dasselbe Verschlüsselungs-System eingerichtet haben – neben der Komplexität ein Grund, warum Privatleute kaum verschlüsseln.

Als Alternative zu den großen bieten sich kleinere Provider an, die besonderen Wert auf Datenschutz legen, sagt Jo Bager vom Fachmagazin „c’t“. „Wem Datenschutz wichtig ist, der ist bei einem der beiden deutschen Anbieter Posteo oder Mailbox.org gut aufgehoben. Diese legen großen Wert auf Sicherheit, und es gibt dort keine personalisierte Werbung.“ Ein Konto gibt es ab monatlich einen Euro.

Aber für die Hauptadresse lohne es sich durchaus, etwas Geld in die Hand zu nehmen, meint Warentester Pritsch. Er empfiehlt außerdem, zusätzliche Adressen einzurichten, etwa für Newsletter oder fürs Onlineshopping. „Gerade kleine Onlineshops, die gefährdet sind, gehackt zu werden, sollte man von seinem Hauptaccount trennen.“ Für vollen Durchblick sollte man alles auf die Hauptadresse umleiten oder diese mit einem Mailprogramm wie Thunderbird sammeln und verwalten.

Und welche Adresse wählt man? „Vorname.Nachname ist sicher die seriösere Variante, eine Bewerbung etwa will man wohl eher nicht von der Adresse „Blaues_Einhorn@irgendwas.de“ aus versenden“, sagt Bager.

Warentester Pritsch rät zu einem möglichst langen, schwierigen und vor allem einzigartigen Passwort: „Es ist zum Beispiel möglich, einen Satz zu bilden mit Zahlen und Sonderzeichen. Aus den Anfangsbuchstaben lässt sich ein Passwort formen, das nur schwer zu knacken ist.“

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