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NWZonline.de Ratgeber Stiftung Warentest

Das Testergebnis versüßt den Sommer

29.07.2019

Berlin Vanille ist die beliebteste Eissorte der Deutschen. Die Stiftung Warentest hat 19 Mal Vanilleeis in Haushaltspackungen untersucht, darunter Cremissimo, Mövenpick, Häagen-Dazs und Landliebe. Der Test von Vanilleeis versüßt den Sommer: Mehr als jedes zweite ist gut. Der Testsieger Hägen Dasz gehört zu den Teuersten (Preise: 1,91 bis 16,70 Euro pro Kilogramm). Es gibt aber auch Produkte, die kaum Vanille oder zu viel Fremdaroma enthalten.

Auffälliger Geschmack

Der Vanilleeis-Test der Stiftung Warentest vor zehn Jahren deckte auf, dass viele Hersteller damals mit dem edlen Gewürz geizten. Einige halfen mit synthetischem Vanillin nach. Diesmal stießen die Tester nicht darauf. Die meisten Anbieter sparen auch nicht mehr an Vanille. Fünf Produkte enthalten aber nur sehr wenig davon, darunter auch eine der beliebtesten Speiseeis-Marken, Cremissimo von Langnese. In zwei Produkten, darunter einem veganen Lupineneis, wiesen die Tester außerdem zu viel Fremdaroma nach – sie schneiden deshalb mangelhaft ab.

Häagen Dasz siegt zum dritten Mal bei den Eistests der Stiftung Warentest. Die Eiscreme ist top im Geschmack und erhält in der Verkostung eine sehr gute Note. Sie schmeckt nicht nur süß und deutlich nach Vanille, sondern auch vollmundig und kräftig nach frischer Sahne. Kein Wunder, denn sie enthält reichlich davon und kommt so auf den höchsten Fett- und Kilokaloriengehalt von allen Produkten im Test.

Der Testsieger ist mit 15 Euro pro Kilogramm so teuer wie kaum ein anderes Eis im Test. Unter den guten Produkten sind aber auch fünf günstige für 1,91 Euro pro Kilogramm. Der Preis-Leistungs-Sieger ist Grandessa Premium Eis Vanille von Aldi Süd.

Manches Vanilleeis schmeckt nicht nach reiner Vanille: Zwei Produkte bringen eine auffällige Note nach Zabaione mit, dem italienischen Dessert mit Eischaum und Likörwein. Bei zwei anderen macht eine ausgeprägte Karamellnote der Vanille Konkurrenz. Ein weiteres Eis schmeckt kräftig nach Vanillepuddingpulver.

Im Test war auch dreimal veganes Vanilleeis – eins auf Basis von Kokosmilch, ein Lupineneis und ein Sojaeis. Keines schafft eine gute Gesamtnote. Carlotta Veganes Eis Vanille schneidet aber immerhin befriedigend ab: Es enthält zwar mit Abstand am meisten Vanille, schmeckt aber vor allem nach Kokos und kaum nach Vanille.

Freiwillige Ziele

So wie Hersteller, die bei „Schokoladeneis“ auch Schokolade und keinen Kakao verwenden sollten, wenn sie Schokoladen-Stückchen auf der Packung abbilden, gilt das auch für Vanilleeis. Bei abgelichteten Vanilleblüten oder -schoten sollte der Geschmack ausschließlich aus gemahlenen Vanilleschoten, Vanilleextrakt oder natürlichen Vanillearomen stammen. So geben es die Leitsätze für Speiseeis des Deutschen Lebensmittelbuches vor.

Allerdings handelt es sich bei den Leitsätzen um freiwillige Ziele, erklärt die Verbraucherzentrale Bayern. Die Begriffe aus den Leitsätzen geben aber eine erste Orientierung, welches Eis was enthält:

Cremeeis enthält mindestens 50 Prozent Milch und auf einen Liter Milch mindestens 270 Gramm Vollei oder 90 Gramm Eigelb sowie kein zusätzliches Wasser.

Eis darf auch pflanzliches Fett, meist Kokosfett enthalten. Das ist für die Hersteller günstiger und weniger hochwertig als Milchfette.

Sahneeis enthält mindestens 18 Prozent Milchfett aus der bei der Herstellung verwendeten Sahne (Rahm).

Milcheis enthält mindestens 70 Prozent Milch.

Eiscreme enthält mindestens zehn Prozent der Milch entstammendes Fett.

Fruchteis muss einen Anteil von mindestens 20 Prozent an Frucht haben.

Fruchteiscreme enthält mindestens acht Prozent der Milch entstammendes Fett und einen deutlich wahrnehmbaren Fruchtgeschmack.

Frucht-Sorbet darf keine Milch oder Milchbestandteile enthalten. Der Fruchtanteil beträgt normalerweise mindestens 25 Prozent. Ausnahmen: Zitrus- und andere saure Früchte mit intensivem Geschmack wie Mango.

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