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Verkauf: Auch Versicherung wechselt den Besitzer

19.07.2021

Berlin Ob E-Bike oder Wohnhaus – wer einen versicherten Gegenstand verkauft, sollte wissen, dass auch die Police auf die Käufer übergeht. Darauf weist die Zeitschrift Finanztest hin. Nur der Käufer und das Versicherungsunternehmen seien berechtigt, den Vertrag zu kündigen.

Selbst wenn man nach dem Verkauf keine Informationen des Käufers mehr habe, sei man nicht ewig im Vertrag gefangen, sagt Torsten Widmann, Leiter der Abteilung Produktmanagement bei der WGV. „Wenn ein Kunde den versicherten Gegenstand nicht mehr besitzt, heben wir den Vertrag wegen Risikowegfalls auf.“ Finanztest gibt Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um Verkauf und Sachversicherungen wie Auto-, Gebäude- oder Handyversicherungen:   

Was geschieht beimVerkauf eines Fahrrads ?

Wer ein hochwertiges Fahrrad kauft, möchte es oft gegen Diebstahl und Unfälle versichern. Dass bei Gebrauchtkäufen eine bestehende Versicherung auf den Käufer übergeht, kann da von Vorteil sein: Es gibt keine Versicherungslücke, in der man ohne Schutz dasteht. Außerdem bieten nicht alle Versicherer eine Fahrradversicherung für gebraucht gekaufte Räder an.

Die Police des Vorbesitzers zu übernehmen, kann also praktisch sein. Wichtig: Käuferin oder Verkäufer müssen dem Versicherer unverzüglich mitteilen, dass das Fahrrad verkauft wurde. Sonst kann es passieren, dass er im Schadensfall nicht leisten muss. Häufig reicht eine Meldung per Telefon oder E-Mail. Versicherungsunternehmen dürfen in den Bedingungen jedoch die Textform (E-Mail, Brief) oder Schriftform (unterschriebener Brief, elektronische Signatur) festlegen.  

Gilt das auch fürs Handy oder Surfbrett?

Ja, auch Versicherungen für elektronische Geräte, Musikinstrumente oder Sportgeräte gehen im Fall eines Verkaufs automatisch auf den neuen Eigentümer über. Das regelt das Versicherungsvertragsgesetz in Paragraf 95.

Möchten Käufer die Versicherung nicht haben, da sie den Schutz nicht benötigen oder einen anderen Vertrag abschließen möchten, und der Versicherer sich den Kunden nicht „aufzwingen“ lassen, können sowohl Käufer als auch das Versicherungsunternehmen den Vertrag innerhalb eines Monats nach dem Kauf kündigen. Erfahren sie erst später von dem Verkauf oder der Existenz der Versicherung, haben sie ab diesem Zeitpunkt einen Monat Zeit dafür. Wer als Käufer seinen Vertrag kündigen möchte, kann das sofort oder zum Ende der laufenden Versicherungsperiode tun. Der Versicherer muss eine Frist von einem Monat wahren, damit der Käufer Zeit hat, bei Bedarf einen neuen Vertrag bei einem anderen Unternehmen abzuschließen.

Der Verkäufer hat ab dem Zeitpunkt des Verkaufs kein Kündigungsrecht mehr. Mit einer frühzeitigen Kündigung kann man verhindern, dass die Versicherung auf die neue Eigentümerin übergeht. Es besteht kein Sonderkündigungsrecht aufgrund eines geplanten Verkaufs.   

Wer zahlt die Beiträge?

In der laufenden Versicherungsperiode, oft ein Jahr, sind Käufer und Verkäufer gemeinsam für die Kosten der Versicherung verantwortlich. Meist hat der Verkäufer im Voraus bezahlt. Würde er ein versichertes Fahrrad in der Mitte eines Einjahresvertrags verkaufen und der Käufer möchte den Vertrag fortführen, sollten sich beide vorab über die Kostenübernahme einigen. Ansgar Staudinger, Professor für Bürgerliches Recht an der Universität Bielefeld, erklärt: „Der Verkäufer kann die Versicherungsprämie für das verbleibende halbe Jahr auf den Kaufpreis aufschlagen.“ Verlängert der Käufer den Vertrag, muss er dann allein für die Kosten aufkommen. Bei einer Kündigung vor Ablauf der Vertragslaufzeit muss der Versicherer dem Verkäufer den zu viel gezahlten Beitrag erstatten.   

Lässt sich die Gebäudeversicherung übernehmen?

Ja, die Regeln gelten auch beim Verkauf eines Wohnhauses. Hier ist es besonders wichtig, keine Zeiten ohne Versicherungsschutz zu haben, da ein Brand oder ein heftiger Sturm zu erheblichen Kosten führen können.

David Sahlender, Fachanwalt für Versicherungsrecht in der Kanzlei Wittig Ünalp, empfiehlt, im Kaufvertrag festzuhalten, ob eine Versicherung besteht. Er weist auf einen weiteren Aspekt hin: „Ein Käufer übernimmt zwar den Versicherungsschutz, kennt möglicherweise aber nicht die Pflichten und Obliegenheiten, die zu dessen Aufrechterhaltung nötig sind.“ Bei leerstehenden Häusern ist das zum Beispiel die Vorgabe, alle Leitungen zu entleeren. Auch der Umfang der Versicherung ist eine wichtige Information für Hausbesitzer.   

Welche Regelung gilt beim Verkauf eines Autos?

Wer ein Auto gebraucht kauft, übernimmt die Police des Vorbesitzers. Beim Verkauf sollte vertraglich vereinbart werden, dass der Käufer das Auto unverzüglich auf sich ummeldet. Bei der Zulassung muss er eine Versicherungsbestätigung vorlegen. Die Police des Vorbesitzers wird automatisch gekündigt, wenn der Käufer eine neue abgeschlossen hat. Trotzdem muss der Eigentümerwechsel dem Versicherer gemeldet werden.

Finanztest-Tipps

  Kündigung: Meist muss die ordentliche Kündigung spätestens drei Monate vor Vertragsende eingehen, kürzere Fristen sind auch möglich.

  Versicherer: Der Verkäufer eines versicherten Gegenstands teilt dem Käufer den Namen und die Kontaktdaten seines Versicherers mit. Anderenfalls sollte man als Käufer danach fragen.

  Bedingungen: Käufer sollten die Verkäufer nach den aktuell gültigen Versicherungsbedingungen fragen.

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