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NWZonline.de Ratgeber Stiftung Warentest

Trommeln werden immer größer

12.11.2018

Berlin Waschmaschinen werden immer größer. 1970 betrug das durchschnittliche Fassungsvermögen noch 4,5 Kilogramm, heute liegt der Schnitt bei sieben Kilo. Einige Maschinen eignen sich für ganze Sportmannschaften und fassen bis zu zwölf Kilogramm. Absurd, wenn man bedenkt, dass in mehr als 40 Prozent aller Haushalte nur eine Person lebt.

Schutz gegen Lecks

Die Stiftung Warentest hat 15 Waschmaschinen geprüft und zudem untersucht, wie sich die Füllmenge auf Wasser-und Stromverbrauch auswirkt („test“, 11/18).

Zwischen 299 und 1040 Euro kosten die Geräte mit Trommeln für sechs bis neun Kilogramm Wäsche. Elf Maschinen schnitten insgesamt gut ab. Im Dauertest, der zehn Jahre Nutzung simuliert, gab es keine größeren Ausfälle. Knapp vorn liegen die Acht-Kilo-Geräte von Bosch, Miele und Siemens. Die günstigsten Guten sind die Sieben-Kilo-Geräte von Beko und Gorenje sowie die Acht-Kilo-Maschine von Haier. Mit 345 Euro kostet die Gorenje sogar nur ein Drittel der Miele.

Bauknecht, Candy, Koenic und Privileg haben einen Schwachpunkt: Sie bieten keinen optimalen Schutz vor Wasserschäden. Die meisten Maschinen im Test haben ein mehrstufiges Warnsystem. Es schlägt zum Beispiel an, wenn das Magnetventil am Zulauf der Maschine versagt und Wasser ungehindert einläuft. Wie lange braucht die Maschine für eine Reaktion? Schaltet sie selbstständig die Laugenpumpe ein und pumpt ab? Was passiert, wenn sie überläuft? Gibt es eine Fehlermeldung? Hier scheitern Privileg und Candy. Beide rattern unbeirrt weiter. Im Ernstfall wäre womöglich die Wohnung überschwemmt.

Bauknecht, Candy, Koenic und Privileg sind zudem nicht ausreichend gegen Lecks geschützt, etwa durch poröse Gummiteile. Keine erkannte eine simulierte Leckage.

Von den elf Guten im Test fassen mehr als die Hälfte acht Kilogramm Wäsche, nur zwei haben Sechs-Kilo-Trommeln. Der Trend zum SUV in der Waschküche hat Gründe: Je mehr T-Shirts, Hosen und Socken auf einmal mitlaufen, desto weniger Wasser und Strom verbraucht die Maschine pro Kilogramm Wäsche. Die großen Trommeln führen so zu guten Ergebnissen auf dem Energielabel – haben aber eine Schattenseite: Sie machen es schwer, die Maschine voll zu beladen. Im Test stopften die Tester 25 Handtücher, drei Bettlaken und zwölf Kopfkissenbezüge in die Trommel, um auf acht Kilo Beladung zu kommen. Gut für Großfamilien, schlecht für Singles: Wer nicht wochenlang bis zur nächsten Wäsche warten möchte, muss die Maschine mit weniger beladen. Der Energiespareffekt ist dann schnell dahin.

Niedrigere Temperatur

Die Angaben auf dem Energielabel zu Strom- und Wasserverbrauch gelten ausschließlich für die Ökoprogramme. Das sei intransparent, bemängelte die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz bereits 2014: Viele Verbraucher glauben, die Energieeffizienz gelte für alle Programme. Die Sparprogramme waschen überdies mit geringeren Temperaturen als angegeben. 60 Grad erreichte im geprüften 60-Grad-Programm kaum eine Maschine. Das spart Strom, da dieser vor allem für das Aufheizen des Wassers benötigt wird. Das ist zu wenig für Menschen, die aus Hygienegründen ein 60-Grad-Programm wählen.

Damit die Wäsche bei den niedrigen Temperaturen im Labelprogramm sauber wird, laufen die Geräte teils extrem lange. Die Neun-Kilo-Candy braucht im 60-Grad-Labelprogramm mehr als doppelt so lange wie im 60-Grad-Normalprogramm – satte fünf Stunden und zehn Minuten.

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