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NWZonline.de Ratgeber Stiftung Warentest

Viele Mittel strapazieren Fasern und Farben

07.10.2019

Berlin Für manche sind Weichspüler schlicht überflüssig, für andere unverzichtbar. Im Test schneiden die meisten eher mittelmäßig ab. Nur sechs erzielen im Prüfpunkt Weichheit der Wäsche ein „gut“. Viele Produkte strapazieren auf Dauer Fasern und lassen Farben verblassen, berichtet die Zeitschrift „test“ (10/19) der Stiftung Warentest.

Weichspüler enthalten kationische Tenside, die an der Oberfläche der Wäschestücke haften bleiben und dafür sorgen, dass sich die Textilien nach dem Trocknen weicher anfühlen. Insgesamt 21 Weichspüler haben die Tester unter die Lupe genommen: Wie weich machen sie die Wäsche tatsächlich? Wie saugfähig sind weichgespülte Textilien, wird deren Wasseraufnahmefähigkeit durch Weichspüler beeinträchtigt? Schonen die Mittel Fasern und Farben? Vermindern sie Knittern? Erleichtern sie das Bügeln?

Sechs von 21 Weichspülern erzielen ein gutes Test-Qualitätsurteil. Vorn liegen Lenor Aprilfrisch (fünf Cent pro Waschgang) und Lidl Doussy sensitiv (drei Cent). Die meisten Produkte schneiden eher mittelmäßig ab. Eines, Sodasan Weichspüler Pfirsich-Frische (15 Cent pro Waschgang) ist sogar mangelhaft. Ausgerechnet das teuerste Produkt fiel im Test durch, es erzielte keine weichmachende Wirkung.

Die Testsieger machen die Wäsche fühlbar weicher als andere Weichspüler. Wenn man überhaupt Weichspüler kaufen will, dann solche, die im Weichspüler-Vergleich insgesamt noch gut abschneiden.

Im Prüfinstitut beurteilten sieben erfahrene Prüferinnen die Weichheit von mit Weichspüler behandelten Frottier- und Bettwäscheproben im Vergleich zu unbehandelten Textilien. Ergebnis: Die Qualitätsunterschiede sind groß. Nur sechs Mittel bekommen am Ende gute Qualitätsurteile.

„Schützt Fasern und Farben“ – so oder ähnlich lautet ein Versprechen auf vielen Weichspülerflaschen. Für Verbraucher klingt das verlockend. In der Untersuchung wurde dies bei allen Testkandidaten geprüft. Überraschung: Die meisten schneiden hier nur ausreichend ab. Farben verblassten beim Waschen auf Dauer etwas schneller als ohne Zusatz von Weichspüler. Und die Fasern der Prüftextilien litten vergleichsweise etwas stärker.

Die in den Weichspülern verwendeten Tenside sind biologisch abbaubar. Die Noten für Gewässerbelastung lauten daher durchgehend gut. Neben Tensiden enthalten die meisten Weichspüler aber auch Duftstoffe und andere Chemikalien.

Jedes Waschen mit Weichspüler belastet die Umwelt – auch durch Einflüsse von Produktion, Transport und Entsorgung. Wenn durch die Verwendung von Weichspülern Farben eher verblassen oder Fasern leiden, muss der Verbraucher die Textilien womöglich sogar vorzeitig ersetzen. Fazit: Wer nicht auf weiche Wäsche verzichten möchte, sollte Weichspüler daher zumindest möglichst gezielt und sparsam dosieren.

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