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NWZonline.de Ratgeber Stiftung Warentest

Wohnungsbauprämie: Bausparen kann sich wieder lohnen

23.03.2020

Berlin Ab 2021 sind viel mehr Sparer berechtigt als bisher. Außerdem profitieren sie von einer höheren Förderung. Wer bauspart, erhält künftig 10 Prozent Prämie auf jährliche Sparleistungen bis zu 700 Euro (Alleinstehende) oder 1400 Euro (Ehepaare). Die Höchstprämie steigt für Alleinstehende von 45 Euro auf 70 Euro und für Ehepaare von 90 auf 140 Euro im Jahr. Das gilt auch für diejenigen, die ihren Vertrag schon vor 2021 abgeschlossen haben.

In der April-Ausgabe informieren die Finanztester über Voraussetzungen, Verfahren und Vor- und Nachteile. Ihr Fazit: Für den Hausbau ist die Förderung nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Sie reicht aber aus, um Bausparen attraktiver zu machen: Ein kleiner Vertrag lohnt mit Prämie fast immer.

Voraussetzungen für die Prämie: Sparer verwenden ihren Vertrag später für eine Immobilie und sie halten die Einkommensgrenze ein. Ab 2021 heißt das: Ihr zu versteuerndes Einkommen liegt im Sparjahr nicht höher als 35 000 Euro. Für Ehepaare gilt künftig eine Grenze von 70 000 Euro.

Auf den ersten Blick scheinen auch die neuen Einkommensgrenzen nicht allzu hoch zu sein. Maßgeblich ist allerdings das zu versteuernde Einkommen. Brutto dürfen Bausparer viel mehr verdienen. Ein Arbeitnehmer-Ehepaar mit zwei Kindern kann die Prämie noch mit einem Bruttolohn von 105 500 Euro erhalten. Es kann noch mehr sein, wenn die beiden höhere Werbungskosten als 1000 Euro haben oder andere Ausgaben steuerlich geltend machen.

Das Verfahren für die Wohnungsbauprämie bleibt unverändert. Die Prämie beantragen Kunden jedes Jahr bei ihrer Bausparkasse. Ausgezahlt wird sie aber erst, wenn der Bausparvertrag zugeteilt wird und die Person das Guthaben für wohnungswirtschaftliche Zwecke einsetzt, zum Beispiel für die Modernisierung ihres Hauses oder einen Wohnungskauf. Davon gibt es nur drei Ausnahmen:
 Jüngere, die bei Vertragsabschluss noch keine 25 Jahre alt sind, können ihr Guthaben nach Ablauf von sieben Jahren beliebig verwenden. Die Prämie für die letzten sieben Sparjahre steht ihnen trotzdem zu.
 Wer seinen Vertrag vor 2009 abgeschlossen hat, erhält die Prämie wie bisher jährlich und ohne Zweckbindung ausgezahlt.
 Die Zweckbindung entfällt auch in Härtefällen, etwa wenn jemand mindestens ein Jahr arbeitslos ist oder erwerbsunfähig wird.

Nachteil des Bausparens ist die schlechte Verzinsung der Sparbeiträge bis zur Zuteilung des Bausparvertrags. Auf das Guthaben zahlen die Bausparkassen nur noch Mikrozinsen von meist 0,01 bis 0,10 Prozent. Sie verlangen eine Abschlussgebühr von 1,0 bis 1,6 Prozent der Bausparsumme. Fast alle kassieren zusätzlich ein Jahresentgelt von 7 bis 30 Euro. Bis zur Zuteilung ihres Vertrags zahlen Sparer sogar mehr Gebühren, als sie an Zinsen bekommen.

Mit Wohnungsbauprämie sieht die Bilanz viel besser aus. Prämiensparer können nach sieben bis zehn Jahren mit einer Sparrendite von 1 bis 2 Prozent im Jahr rechnen, wenn sie die geförderten Höchstbeträge einzahlen und eine passende Bausparsumme wählen. Das ist mehr, als Banken und Sparkassen derzeit für Sparpläne bieten. Den Anspruch auf das Bauspardarlehen bekommen Sparende kostenlos dazu.

Finanztest-Tipps

  Ein Bausparvertrag ist ein kombinierter Spar- und Darlehensvertrag. Der Sparer zahlt mehrere Jahre ein: Am Ende kann er sich ein Guthaben auszahlen lassen und ein Bauspardarlehen abrufen.

  Prämiensparen lohnt sich, wenn man die Einkommensgrenze einhält und in Zukunft bauen, kaufen oder modernisieren möchte. Finanztest rät zu einem kleinen Bausparvertrag, in den der geforderte Höchstbetrag eingezahlt wird.

  Eine Bausparsumme von 10 000 bis 15 000 Euro für Alleinstehende und 20 000 bis 40 000 Euro für Ehepaare reicht je nach Tarif für die Prämie. Höhere Bausparsummen kommen infrage, wenn man mit steigenden Zinsen rechnet und sich ein größeres Darlehen sichern möchten.

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