• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Ratgeber Stiftung Warentest

Schweinefleisch Im Test: Zwei Bio-Steaks munden am besten

06.07.2020

Berlin Grillzeit, Saison für Schweinenacken: Wie gut ist die Qualität von Nackensteaks und -koteletts? Welche Anbieter setzen sich für das Wohl der Schweine ein? Wie ergeht es Arbeitern in den Schlachthöfen? Die Stiftung Warentest hat am Beispiel von 15 Nackensteaks und -koteletts die Qualität des Fleischs untersucht – und das Engagement der Anbieter für die Tiere, Arbeiter und Umwelt – sprich: die Unternehmensverantwortung (Corporate Social Responsibility = CSR).

Fazit: Insgesamt schneiden zwei Bio-Nackensteaks am besten ab. Bei ihnen überzeugen die Fleischqualität und die Haltungsbedingungen der Schweine, von denen die Steaks stammen.

Discounter, Supermarkt oder Biohandel?

Im Discounter, Supermarkt und Biohandel haben die Tester vielverkaufte, abgepackte Schweinenackensteaks- und -koteletts eingekauft. Die meisten kommen von Handelsmarken wie Lidl Landjunker, meine Metzgerei von Aldi Nord und Süd, Gut & Günstig von Edeka, Wilhelm Brandenburg von Rewe oder auch Königshofer aus der Bio-Supermarktkette Denn´s. Viele Händler informieren seit April 2019 freiwillig über die Haltung der Tiere, von denen das Fleisch stammt.

Warentest-Tipps

  Insgesamt schneiden zwei Bio-Nackensteaks am besten ab: von der Pichler Biometzgerei (16,90 Euro je Kilogramm) und Dennree Königshofer (15,90 Euro). Die beiden Bio-Anbieter konnten belegen, dass ihre Zulieferer viele Tierwohl-Kriterien umsetzen und einhalten.

  Fast alle konventionellen Anbieter verlangen von ihren Lieferanten hinsichtlich Tierwohl kaum mehr als die schwachen gesetzlichen Standards. Auf die Fleischqualität wirkt sich das nicht aus. Kaufland Purland belegt im Fleisch-Test neben Dennree den zweiten Platz, gut sind auch Edeka Gut&Günstig, Lidl Landjunker (Haltungsform, Stufe 2), Penny, Real und Aldi Nord. Kilopreise: 5,70 bis 8,10 Euro.

Die Tester haben die Nackensteaks und -koteletts intensiv geprüft: auf Schadstoffe, Rückstände von Antibiotika, Krankheitserreger wie Salmonellen und antibiotikaresistente Keime wie MRSA und ESBL-Bildner. Natürlich verkosteten sie das Fleisch auch – und ihnen sind durchaus Unterschiede in Geschmack und Konsistenz aufgefallen. Neben den beiden Bio-Steaks schneiden auch die Nackensteaks von sechs Handelsmarken gut ab. Nur ausreichend waren die Steaks von Norma und Rewe.

Wie schnitten die Schlachthöfe in Sachen Unternehmensverantwortung (CSR) ab?

Für den Test der Unternehmensverantwortung öffneten zwölf Landwirte ihre Ställe und sieben Schlachthöfe zeigten ihre Produktion – alle Erzeuger oder Verarbeiter der Steaks im Test. Darunter war auch das Hauptwerk von Branchenprimus Tönnies in Rheda-Wiedenbrück, in dem zum damaligen Zeitpunkt täglich 20 000 Schweine geschlachtet wurden.

Bezogen auf das Tierwohl zeigt der Test ebenso: Das Leben vieler Mastschweine verläuft trostlos. Die meisten verbringen ihr kurzes Leben in geschlossenen Ställen mit kleinen Fenstern. Viele Anbieter geben sich damit zufrieden. Ihre Lieferanten müssen kaum mehr als den mageren gesetzlichen Standard einhalten. Der besagt: Für ein Schwein bis 110 Kilo reichen 0,75 Quadratmeter im Stall, Zugang zu Frischluft braucht es nicht. Noch immer sind das Kupieren der Schwänze und betäubungsloses Kastrieren männlicher Ferkel nicht gänzlich verboten, kritisieren die Warentester. Verbraucher, denen das Tierwohl am Herzen liegt, sollten Fleisch von Tieren bevorzugen, die Zugang zu Frischluft, viele Bewegungsfreiheit und Beschäftigungsmaterial wie Heu hatten.

Schlusslicht im CSR-Test ist ausgerechnet Deutschlands größter Lebensmittelhändler: Edeka. Er gab keine Auskunft zu seinen Lieferanten – auch nicht bei seiner Tochter Netto Marken-Discount. Das CSR-Engagement beider lautet: mangelhaft.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.