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NWZonline.de Ratgeber Stiftung Warentest

Unabhängige Patientenberatung: Hilfreiche Ratschläge zu bekommen, ist Glückssache

13.07.2020

Berlin Jeder, der eine Frage zum Thema Gesundheit hat, kann sich an die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) wenden. Die Mitarbeiter der UPD beraten zu vielem: von Arzneimitteln bis zur Zusatzversicherung. In einem Test der Stiftung Warentest hing jedoch die Qualität der Antwort vom jeweiligen Mitarbeiter ab und war somit reine Glückssache.

Die UPD soll bundesweit gesetzlich, privat und nicht Krankenversicherte kostenlos zu medizinischen oder sozialrechtlichen Fragen informieren. Nach einer Modellphase ging sie 2011 in den Regelbetrieb. Die Trägerschaft wird alle sieben Jahre neu vergeben – zurzeit hat sie der Dienstleister Sanvartis inne. Finanziert wird die gemeinnützige GmbH vom Spitzenverband Bund der Krankenkassen (GKV) – also letztlich durch die Versicherten – mit mehr als 9,5 Millionen Euro jährlich.

Habe ich Anspruch auf Krankengeld? Darf ich meine Krankenakte sehen? Können meine Medikamente Wechselwirkungen haben? Eine unabhängige, vertrauenswürdige Beratung – das wünschen sich viele Patienten, sei es nach schwerwiegenden Diagnosen, Behandlungsfehlern oder beim Streit ums Geld. Die UPD möchte die Gesundheitskompetenz der Patienten stärken und ihnen Verunsicherungen nehmen: damit sie ihre Rechte gegenüber Krankenkassen kennen, Entscheidungen verstehen und mit Ärzten auf Augenhöhe sprechen können. Sie versteht sich als Lotse durch das komplizierte Gesundheitssystem.

Gerade bei schwierigen Entscheidungen ist es sinnvoll, eine zweite Meinung einzuholen (wie bei den Testfällen der Stiftung zu Impfung und Mittelohrentzündung), manchmal lohnt es auch, Entscheidungen der Rentenversicherung (Testfall Reha-Klinik) oder der Krankenkassen (Testfall Krankengeld) zu hinterfragen oder den Heil- und Kostenplan des Zahnarztes (Testfall Zahnersatz) zu verstehen. Doch für die Ratsuchenden wurde oft nicht klar, was sie erwarten dürfen, so das Fazit der Warentester. Sie konnten keine konstante Beratungsqualität feststellen. Abhängig vom jeweiligen Mitarbeiter gab es gute Empfehlungen oder nur lückenhafte Informationen.

Interessierte können sich per App, per Brief, per Telefon, Fax oder online an die Unabhängige Patientenberatung wenden. Beratung vor Ort oder im Beratungsmobil werden wegen der Corona-Pandemie zurzeit nicht angeboten. Beraten wird nicht nur auf Deutsch, sondern auch auf Türkisch, Arabisch und Russisch.

Warentest-Tipps

  Bei einfachen Fragen kann die Telefonberatung genügen, gebührenfrei unter Telefon  0800/011 77 22.

  Bei komplexen Themen empfiehlt sich der schriftliche Weg: Per App, per Brief oder mittels Online-Kontaktformular lassen sich auch Dokumente mitsenden. Bleiben nach der schriftlichen Antwort noch Fragen offen, kann telefonisch nachgehakt werden.

  Alternativen zur UPD gibt es kaum, wenn nicht nur Information gewünscht ist. Bei juristischen Streitfällen können sich Patienten an die Beratungs- bzw. Schlichtungsstellen der (Zahn-)Ärztekammern wenden. Verbraucherzentralen bieten eine Rechtsberatung (meist kostenpflichtig).


Mehr Infos unter   www.patientenberatung.de 
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