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NWZonline.de Nachrichten Politik Themen des Tages

Günther Oettingers flapsige Sprüche

31.10.2016

Brüssel (dpa) - Deutschlands EU-Kommissar Günther Oettinger macht wieder von sich reden. Abfällige Äußerungen zu Chinesen, Frauen, der Homo-Ehe und der Wallonie bringen dem CDU-Politiker Kritik ein. Es ist nicht das erste Mal, dass Sprüche des Schwaben diskutiert werden. Eine Auswahl bekannter Zitate des ehemaligen Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg: 

Wenn die komische Petry meine Frau wäre, würde ich mich heute Nacht noch erschießen.

(Am 15. Februar 2016 in Berlin über AfD-Chefin Frauke Petry während einer Podiumsdiskussion.)

Ich möchte wetten, dass einmal ein deutscher Kanzler oder eine Kanzlerin im nächsten Jahrzehnt mit dem Kollegen aus Paris auf Knien nach Ankara robben wird, um die Türkei zu bitten, Freunde kommt zu uns.

(Am 18. Februar 2013 zum Umgang mit dem EU-Beitrittskandidaten Türkei.) 

Es gibt ja auch den Vorschlag, die Flaggen von Schuldensündern vor den EU-Gebäuden auf halbmast zu setzen. Das wäre zwar nur ein Symbol, hätte aber einen hohen Abschreckungseffekt.

(In einem Interview der "Bild"-Zeitung vom 9. September 2011 über Euro-Staaten, die dauerhaft zu hohe Schulden machen.)

"In my homeland Baden-Württemberg we are all sitting in one boat." (In einer Rede am 11. Dezember 2009 bei einer Konferenz der New Yorker Columbia-Universität in Berlin.) 

Wenn irgendjemand argwöhnt, dass dies eine Abschiebung sei, kann ich darüber nur lachen.

(Am 25. Oktober 2009 über seinen Wechsel als EU-Kommissar nach Brüssel)

Wenn Klaus Tappeser nicht Oberbürgermeister geworden wäre, wäre er sicher auch ein glänzender Frauenarzt geworden ­ bei den vielen Verehrerinnen, die hier sind.

(Am 5. August 2007 in Rottenburg beim 50. Geburtstag des örtlichen Oberbürgermeisters Tappeser (CDU).)

Ich habe weiterhin die Absicht, in meiner Zeit außerhalb der Kernarbeitszeit gesellig zu bleiben, leutselig und bürgernah.

(Am 18. Dezember 2007 in Stuttgart befragt zu einer feucht-fröhlichen Feier im Keller der Brüsseler Landesvertretung im Januar 2007 und zu einem Foto, das ihn dabei mit einem Teesieb als Brille zeigt.)

Ich weiß nur, dass ich mich in der Öffentlichkeit und privat benehmen kann.

(Am 18. Dezember 2007 in Stuttgart zum selben Thema.)

Anders als in einigen Nachrufen zu lesen, gilt es festzuhalten: Hans Filbinger war kein Nationalsozialist. Im Gegenteil: Er war ein Gegner des NS-Regimes.

(Am 11. April 2007 im Freiburger Münster bei der Trauerfeier für den ehemaligen baden-württembergischen Ministerpräsidenten und früheren NS-Marinerichter Filbinger.)

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