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Gérard Mourou: Ein Pionier der Lasertechnik

02.10.2018

Paris (dpa) - Der französische Physiker Gérard Mourou hat schon viele hohe Auszeichnungen erhalten.

Doch der Nobelpreis für Physik, den der 74-Jährige sich nun mit seiner aus Kanada stammenden Schülerin Donna Strickland sowie dem US-Amerikaner Arthur Ashkin teilt, dürfte die Krönung seiner langen Karriere sein.

Der Wissenschaftler zeigte sich am Dienstag überrascht. "Stockholm hat mich eine halbe Stunde vor der Ankündigung angerufen", erzählte Mourou dem Radionachrichtensender Franceinfo. "Ich wollte gerade ins Schwimmbad gehen", fügte der begeisterte Schwimmer hinzu. "Man weiß, das es passieren kann, aber die Chancen sind dermaßen gering. Denn es gibt viele kompetente Leute, die ihn (den Nobelpreis) auch haben können."

Mourou arbeitete lange in den USA. Er und Strickland (59) gelten als Pioniere der Lasertechnik. "Sie haben es geschafft, Laser noch leistungsfähiger zu machen, als dies bisher möglich war", resümiert Physik-Professor Oswald Willi von der Universität Düsseldorf. Es sei damit unter anderem möglich geworden, Teilchen mit Lasern auf sehr hohe Energien zu beschleunigen, sagte Willi der Deutschen Presse-Agentur.

Der Physiker Ludger Wöste von der FU Berlin nennt Mourou eine "bemerkenswerte Persönlichkeit" - ihn zeichne sein Enthusiasmus aus, den er im Gespräch weitervermittele. Mourou sprühe nur so vor Ideen und habe unkonventionelle Denkansätze: "Ein hochorigineller, nicht konventioneller Mensch", bilanziert Wöste. "Physiker sehen alle gleich aus - er ist anders."

Bereits in den 1980er Jahren entwickelten Mourou und Strickland ein Verfahren, Laserpulse zu verkürzen und zu verstärken. Diese sogenannte Verstärkung gechirpter Pulse (Chirped Pulse Amplification) wird inzwischen nicht nur in der Forschung eingesetzt, sondern auch bei Augenoperationen. Wie französische Medien berichteten, sei es dank der Arbeit der beiden Wissenschaftler möglich geworden, Millionen Menschen wegen Kurzsichtigkeit oder Grauen Stars zu behandeln.

Mourou ist verheiratet und Familienvater. Kollegen beschreiben ihn als topfit - er war lange begeisterter Schwimmer.

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