Ganderkesee - Mit der Erstürmung eines Hauses durch Spezialkräfte der Polizei hat ein stundenlanger Polizeieinsatz in der Nacht zu Donnerstag im Ganderkeseer Ortsteil Heide sein Ende gefunden.
Leblose Person im Haus
In dem Einfamilienhaus an der Flensburger Straße fanden die SEK-Beamten dabei einen 39-jährigen Mann leblos auf. Nach Polizeiangaben hatte er sich noch vor dem Zugriff, der laut Augenzeugen gegen 5.30 Uhr erfolgt sein soll, das Leben genommen.
Vorangegangen war dem dramatischen Finale Ermittlungen wegen häuslicher Gewalt. Wie die Polizei berichtete, hatte eine 57-jährige Frau am Donnerstag gegen 1.14 Uhr die Polizei alarmiert, nachdem sie aus dem Haus in Heide geflüchtet war, weil der 39-Jährige sie dort bedroht habe. Die sofort angerückten Polizisten konnten nicht in das Haus eindringen, weil sich der Mann verbarrikadiert hatte. Da nicht klar war, ob er bewaffnet war, wurde das Spezialeinsatzkommando (SEK) Hannover hinzugezogen.
SEK inszeniert Ablenkung
Die Einsatzkräfte stürmten das Wohnhaus schließlich am frühen Morgen, wobei sie ein Ablenkungsmanöver starteten. Dabei kam es zu einer „kleinen Detonation, wie bei einer Leuchtrakete“, teilte die Polizei mit. Der 39-Jährige wurde leblos aufgefunden. Nach der Spurensicherung wurde sein Leichnam geborgen. Für die Polizei ist der Sachverhalt nach Spurenlage und Befragung der 57-Jährigen eigenen Angaben zufolge eindeutig: Die Beamten gehen von einer Beziehungstat aus. Der Mann habe sich während des Einsatzes selbst getötet, teilt die Polizei mit.
