FRANKFURT/DüSSELDORF - Deutschlands Tennis-Held Boris Becker wurde als Legende des Sports gefeiert, doch zum emotionalsten Moment des 27. Sportpresseballs geriet die Kür von Matthias Steiner zum „Sportler mit Herz“. Als er am Sonnabend die Auszeichnung entgegennahm, erhoben sich die Gäste in der Alten Oper von Frankfurt von ihren Stühlen und brachten dem Gewichtheber-Olympiasieger Ovationen dar. „Das ist eine schöne Anerkennung“, sagte er.
Eher routiniert nahm Boris Becker die Ehrung als „Legende des Sports“ entgegen. „Es gibt nur wenige Sportler, die eine Generation geprägt haben“, würdigte Bayerns Ex-Ministerpräsident Edmund Stoiber den 40-Jährigen.
Ihr „Fest der Begegnungen“ hat die Stiftung Deutsche Sporthilfe am Freitag in Düsseldorf genutzt, um der ehemaligen Vorstandschefin Ann Katrin Linsenhoff, die zurückgetreten war, die Hand zur Versöhnung zu reichen. „Jeder im Aufsichtsrat ist bereit, Ihnen die Hand zu reichen“, sagte Aufsichtsratschef Hans Wilhelm Gäb. Gleichzeitig setzt das Sozialwerk des Sports große Hoffnungen auf den designierten Nachfolger Werner E. Klatten. „Die Stiftung ist unbeschädigt. Meine Aufgabe ist ausschließlich auf die Zukunft gerichtet“, sagte der Manager, der den Ertrag der Sporthilfe steigern will.
Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble gab noch kein Signal für eine finanzielle Unterstützung. Seine sportliche Nachlese fiel nicht sonderlich gut aus. Er bemängelte auch „offensichtliche Fehler in der Trainingssteuerung“.
Bereits zum zweiten Mal nach 2007 wurde an diesem Abend die sechsmalige Biathlon-Weltmeisterin Magdalena Neuner als „Juniorsportler des Jahres“ ausgezeichnet.
