Monterrey - Als Angelique Kerber nach der Hitzeschlacht von Monterrey mit einem Sombrero auf dem Kopf und ihrer kleinen Glastrophäe im Arm posierte, konnte Deutschlands beste Tennisspielerin schon wieder lächeln. Ihren dritten Turniersieg auf der WTA-Tour hatte die gebürtige Bremerin durch ein 6:4, 2:6, 4:6 im Finale gegen Anastasia Pawljutschenkowa (Russland/5) verpasst, doch die Enttäuschung war schnell verflogen.

„Das Selbstvertrauen ist da. Ich hatte eine super Woche in Monterrey. Leider hat es nicht geklappt mit dem Sieg, aber ich kann trotzdem zufrieden sein mit der USA- und Mexiko-Reise“, sagte Kerber. Nach ihrer Traumsaison 2012 mit dem Sprung unter die besten Zehn und zwei Turniererfolgen in Paris und Kopenhagen ist die 25-Jährige eine der Gejagten. „Dieses Jahr ist komplett anders als das letzte“, meinte sie und will sich ob des gestiegenen Drucks nicht verrückt machen lassen: „Ich lerne weiter dazu – und genieße es.“

Kerber freut sich nach anderthalb Monaten auf ein paar freie Tage zu Hause. „Und danach beginnt langsam das Training auf Sand“, berichtete Kerber und gab mit Blick auf ihren zu Beginn des Jahres angeschlagenen Rücken Entwarnung: „Er hält.“

Im Nordosten von Mexiko hatte die Favoritin den Auftaktsatz gewonnen, ehe sie nach dem 2:2 im zweiten Durchgang neun Spiele in Folge verlor. „Ich habe gut angefangen, aber sie kam stark zurück und hat die Bälle gut getroffen“, sagte Kerber. Mit dem fünften Matchball holte sich Pawljutschenkowa ihren dritten Monterrey-Titel nach 2010 und 2011.

Mit der Fed-Cup-Partie gegen Serbien in Stuttgart (20./21. April) und dem folgenden WTA-Turnier an gleicher Stelle (22. bis 28. April) stehen die nächsten Höhepunkte an. Wenn Kerber in den nächsten Tagen noch einmal an das Endspiel im Sierra Madre Tennis-Club zurückdenkt, dann wird sich die Wimbledon-Halbfinalistin von 2012 selbst über eine 107-minütige Achterbahnfahrt bei 33 Grad Celsius wundern.