Stuttgart - Vor dem Relegationsspiel gegen die Ukraine am Wochenende stehen die deutschen Tennis-Frauen angesichts des drohenden Abstiegs kräftig unter Druck. Hoffnungsträgerin Angelique Kerber präsentiert sich in diesen Tagen in Stuttgart immerhin schon mal gelöster als zuletzt. Die Weltranglistenerste wehrte sich am Mittwoch gegen Kritik an ihren bisherigen Ergebnissen in der laufenden Saison.
„Wir sprechen hier von einem hohen Niveau, auf dem es nicht so läuft. Ich mache kein großes Ding daraus. Jeder erwartet so viel von mir“, sagte die zweimalige Grand-Slam-Siegerin.
Kerber wartet 2017 noch auf einen Turniersieg. Zuletzt stand die 29-Jährige im Finale von Monterrey. Nach dem mäßigen Start ins Jahr hat die gebürtige Bremerin die kritischen Stimmen durchaus registriert. „Ich bleibe trotzdem positiv. Wir haben ja noch ein paar Monate in diesem Jahr“, meinte sie. Wer in Stuttgart neben Kerber das zweite Einzel bestreiten wird, ließ Teamchefin Barbara Rittner noch offen. Zur Mannschaft zählen noch Laura Siegemund, Julia Görges und Carina Witthöft.
Derweil wird Maria Scharapowa (Russland) am kommenden Mittwoch beim WTA-Turnier in Stuttgart nach ihrer 15-monatigen Dopingsperre auf die Tennis-Bühne zurückkehren. Die Veranstalter gaben der früheren Nummer eins eine Wildcard, was unter anderem von Kerber und Rittner kritisch gesehen wird.
Die Umstände der Scharapowa-Rückkehr sind pikant: Ihre Doping-Sperre läuft offiziell erst am 25. April um Mitternacht ab. Zu diesem Zeitpunkt hat das Turnier in Stuttgart (ab 24. April), für dessen Hauptsponsor die 30-Jährige als internationale Markenbotschafterin fungiert, längst begonnen. Ihr Erstrundenmatch bestreitet Scharapowa demnach erst am 26. April.
Unterdessen haben sich die Wege des jüngsten und des ältesten deutschen Spielers beim ATP-Masters in Monte Carlo am Mittwoch getrennt. Während Alexander Zverev einen Tag vor seinem 20. Geburtstag mit einem 6:0, 6:4 gegen den Spanier Feliciano Lopez mühelos das Achtelfinale erreichte, war für den 19 Jahre älteren Tommy Haas beim 6:3, 1:6, 4:6 gegen den Tschechen Tomas Berdych die zweite Runde Endstation.
