Stuttgart - Angelique Kerber hat beim Tennis-Turnier in Stuttgart zum zweiten Mal in ihrer Karriere das Halbfinale erreicht. Die Kielerin setzte sich am Freitagabend im Viertelfinale gegen Jekaterina Makarowa aus Russland überraschend deutlich mit 6:3, 6:2 durch.
Einen Tag nach ihrer Gala gegen Titelverteidigerin Maria Scharapowa zeigte Kerber in der mit 5000 Zuschauern ausverkauften Porsche-Arena erneut eine konzentrierte Vorstellung. Nach nur etwas mehr als einer Stunde verwandelte die 27-Jährige ihren zweiten Matchball und steht nun wie 2013 in der Vorschlussrunde. An diesem Sonnabend (18.30 Uhr/Eurosport) geht es gegen Madison Brengle (USA) um den Finaleinzug. „Es ist unglaublich, wie geil es ist, hier zu spielen“, sagte Kerber nach ihrer beeindruckenden Leistung.
Nach der kräfteraubenden Partie gegen Scharapowa brauchte Kerber eine Weile, um in Schwung zu kommen. Die Weltranglisten-Achte Makarowa nahm Kerber gleich beim ersten Versuch den Aufschlag ab und lag schnell 3:0 in Führung. „Nach dem Spiel gestern war es nicht einfach, hier rauszukommen und das zu bestätigen“, gab Kerber zu.
Doch mit etwas Verspätung fand die deutsche Nummer zwei ihren Rhythmus und drehte den ersten Satz. Kerber gelangen sechs Spielgewinne in Serie, nach 36 Minuten hatte sie den ersten Schritt in Richtung Halbfinale gemacht.
Wie schon gegen Scharapowa spielte Kerber sehr druckvoll, zwang ihre Gegnerin immer wieder zu Fehlern und strotzte vor Selbstvertrauen. Ihre Aufschlagspiele brachte sie sicher durch, zum 4:2 gelang ihr das entscheidende Break. Nach dem verwandelten Matchball reckte sie die Faust in die Luft und jubelte.
Weil es derweil im Internet Morddrohungen gegen die Rumänin Simona Halep gegeben hat, haben die Veranstalter in Stuttgart die Sicherheitsvorkehrungen für die Nummer drei der Welt erhöht. Nach einem Bericht der „Stuttgarter Nachrichten“ waren bei Twitter ernstzunehmende Drohungen gegen Halep aufgetaucht, die offensichtlich von einem geistig verwirrten Fan aus Dänemark stammen.
Halep ließ sich davon aber nicht beirren und zog durch ein 6:4, 6:4 gegen die Italienerin Sara Errani ins Halbfinale ein. „Ich kann dazu nichts sagen. Ich bin hier, um Tennis zu spielen. Andere Leute kümmern sich um den Rest“, sagte die Rumänin.
