LONDON - Anna-Lena Grönefeld hat sich einen Traum erfüllt und kann als Wimbledonsiegerin nach Hause fahren. In ihrem ersten Grand-Slam-Finale gewann die Nordhornerin am Sonntagabend bei den All England Championships in London das Mixed-Finale an der Seite des erfahrenen Tennisprofis Mark Knowles von den Bahamas mit 7:5, 6:3 gegen Cara Black aus Simbabwe und den Inder Leander Paes.

Es war der erste Mixed-Sieg auf dem „heiligen Rasen“ für eine deutsche Tennisspielerin seit 1933. Damals siegte Hilde Krahwinkel mit dem Tennis-Baron Gottfried von Cramm an ihrer Seite.

107 500 Euro waren für das gemischte Erfolgs-Doppel dieses Mal der verdiente Lohn. Nach dem Matchball des 88 Minuten dauernden Endspiels umarmte sich das Sieger-Paar und tanzte auf dem Center Court. Schon 2:5 hatten sie im ersten Satz zurückgelegen und mussten zwei Satzbälle abwehren.

Als ihr die frühere Wimbledonsiegerin Ann Jones aus Großbritannien den silbernen Pokal in die Hand drückte, war von der Enttäuschung aus dem Einzel-Wettbewerb, in dem Anna-Lena Grönefeld schon in der ersten Runde sang- und klanglos ausgeschieden war, nichts mehr zu spüren. Grönefeld war in drei Sätzen an der Inderin Sania Mirza gescheitert, es war bei der fünften Teilnahme das fünfte Erstrunden-Aus gewesen.

Lachend und gelöst präsentierte sich die 24-Jährige nun nach dem Mixed-Erfolg in der Royal Box – und auf der Tribüne machte ihr Trainer Dirk Dier zahlreiche Erinnerungsfotos.

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