London - Der heilige Rasen von Wimbledon. Für viele Tennisfans und auch Profis das Turnier des Jahres. Ab Anfang Juli werden in Wimbledon, einem Stadtteil von London, jedes Jahr zwei Wochen lang die All England Championships ausgetragen. Es ist das dritte Grand-Slam-Turnier des Jahres und das einzige, das auf Rasen gespielt wird. Die NWZ hat mal die wichtigsten Daten und Fakten des altehrwürdigen Turniers im All England Lawn Tennis and Croquet Club in der unten stehenden Grafik zusammengefasst.
Deutsche Sieger
Zehn Deutsche konnten das Finale gewinnen: Cilly Aussem (1931), Gottfried von Cramm und Hilde Krahwinkel (1933 Mixed), Claudia Kohde-Kilsch (1987 Doppel mit der Tschechin Helena Sukova), Anna-Lena Grönefeld (2009 Mixed) sowie die deutsche Rekordhalterin Steffi Graf (1988 Einzel und Doppel, 1989, 1991 bis 1993, 1995, 1996), Boris Becker (1985, 1986, 1989), Michael Stich (1991 und Doppel 1992), Philipp Petzschner (2010 Doppel mit dem Österreicher Jürgen Melzer) und Angelique Kerber (2018). 1931 und 1991 kam es jeweils zu einem deutschen Finale. Aussem gewann 1931 gegen Krahwinkel das Frauen-Einzel, Stich entschied 1991 das Männer-Einzel gegen Becker. Der heute 51-jährige Becker ist zugleich auch der jüngste Wimbledon-Sieger (17 Jahre und 227 Tage).
Dresscode
Anders als bei anderen Tennisturnieren muss die Kleidung zu 90 Prozent weiß sein. Wer sich nicht daran hält, bekommt es mit der Londoner Kleider-Polizei zu tun – kein Scherz. So machte Roger Federer im Jahr 2013 Bekanntschaft mit der Mode-Polizei. Denn bei seinem Erstrundenerfolg gegen Victor Hanescu trug der Schweizer bunte Sohlen, die ihm für das nächste Spiel verboten wurden – und schied in der zweiten Runde gegen den Ukrainer Sergiy Stakhovsky aus.
Das Aktuelle Turnier
Ihren Titelgewinn kann Kerber allerdings in diesem Jahr nicht wiederholen. Die 31-Jährige aus Kiel schied nach einer enttäuschenden Vorstellung überraschend in der zweiten Runde von Wimbledon aus. Am Donnerstag unterlag Kerber mit 6:2, 2:6, 1:6 gegen die Weltranglisten-95. Lauren Davis aus den USA.
Jan-Lennard Struff und Julia Görges schafften zuvor den Sprung in die dritte Runde des Grand-Slam-Klassikers und sind die letzten Deutschen im Turnier. Bei den Männern war der große deutsche Hoffnungsträger Alexander Zverev bereits in der ersten Runde gescheitert. Ebenso war für Philipp Kohlschreiber, Zverevs Bruder Mischa, Peter Gojowczyk (München), Cedrik-Marcel Stebe (Mühlacker) sowie bei den Frauen Mona Barthel (Neumünster), Andrea Petkovićc (Darmstadt), Tatjana Maria (Bad Saulgau) und Anna-Lena Friedsam (Neuwied) bereits in Runde eins Endstation.
Laura Siegemund hat den Einzug in die dritte Runde ebenfalls verpasst. Die 31-Jährige aus Metzingen unterlag am Donnerstag der Tschechin Barbora Strycova mit 3:6, 5:7.
