Madrid - Das deutsche Davis-Cup-Team steht beim erstmals ausgetragenen Finalturnier in Madrid im Viertelfinale. Philipp Kohlschreiber (Augsburg) bezwang am Donnerstag den Chilenen Nicolas Jarry 6:4, 6:3 und sicherte der Auswahl des Deutschen Tennis Bundes (DTB) bereits im ersten Match Tages den benötigten Punkt für den Einzug in die K.o.-Runde.
Die anschließende 7:6 (7:3), 6:7 (7:9), 6:7 (8:10)-Niederlage von Jan-Lennard Struff (Warstein) gegen Cristian Garin hatte keinen Einfluss mehr. Die French-Open-Sieger Kevin Krawietz und Andreas Mies (Coburg/Köln) sicherten im Doppel durch das 7:6 (7:3), 6:3 gegen Marcelo Tomas Barrios Vera/Alejandro Tabilo den zweiten Sieg für das deutsche Team in der zweiten Partie.
Als Sieger der Gruppe C trifft Deutschland im Viertelfinale an diesem Freitag (nicht vor 17.30 Uhr/Dazn) auf Großbritannien um Superstar Andy Murray. Am Mittwoch hatte die Mannschaft von Kapitän Michael Kohlmann Argentinien überraschend klar mit 3:0 besiegt. „Unsere Reise hier ist noch nicht beendet. Briten haben eine gute Mannschaft, aber wir wollen gewinnen. Dass wir hier nach vier Spielen bereits im Viertelfinale stehen, hätte ich nicht gedacht“, sagte Struff.
Die Veranstalter der Davis-Cup-Endrunde haben indes auf die heftige Kritik an den nächtlichen Spielen in Madrid reagiert und den Beginn der Viertelfinals von diesem Freitag an um eine halbe Stunde vorgezogen. So beginnt das Viertelfinale zwischen Serbien und Russland bereits um 10.30 Uhr. Die beiden Partien in der „Night Session“ gehen schon um 17.30 Uhr statt um 18 Uhr los. Damit soll verhindert werden, dass die Begegnungen bis spät in die Nacht andauern. Zuletzt war das Doppel der Partie USA gegen Italien erst um kurz nach vier Uhr morgens zu Ende gegangen. Unter anderem hatte der Weltranglisten-Erste Rafael Nadal dies kritisiert. „Ich weiß gar nicht mehr, wo wir sind, wie viel Uhr wir haben, welcher Tag ist“, sagte der amerikanische Davis-Cup-Kapitän Mardy Fish nach dem 2:1 seiner Mannschaft gegen Italien.
