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NWZonline.de Sport Tennis

Kerber erlebt Tag zum Vergessen

21.01.2019

Melbourne Die deftigste Grand-Slam-Klatsche ihrer Karriere hatte deutliche Spuren hinterlassen, doch Angelique Kerber stemmte sich erfolgreich gegen die aufkommende Wut. Ihr Dickkopf, der sie bis zum Wimbledonsieg getragen hatte, ließ keinen Gefühlsausbruch zu. „Dieses Turnier wird für mich immer etwas Besonderes bleiben. Daran kann keine Niederlage etwas ändern“, sagte Kerber mit fester Stimme.

Die Erklärung für das plötzliche Achtelfinal-Aus bei den Australian Open, für das völlig überraschende 0:6, 2:6 gegen Danielle Collins aus den USA, hatte Kerber längst formuliert: „Es war einfach nicht mein Tag“, sagte sie immer wieder mit Nachdruck. Collins hatte zudem dafür gesorgt, dass er schon nach 56 Minuten zu Ende war.

Bis zur Erstrundenpartie gegen die deutsche Nummer zwei Julia Görges war Collins (25) kein Sieg bei den Grand Slams gelungen. Kerber hatte in der ersten Turnierwoche nicht nur ihren 31. Geburtstag, sondern auch ihren 100. Erfolg bei den Majors gefeiert. Nach der Vorbereitung an der Seite des neuen Trainers Rainer Schüttler meisterte sie die ersten Runden ohne Mühe.

Dem Tempo, das Collins anschlug, hatte Kerber jedoch nichts entgegenzusetzen. Nach elf Minuten lag sie 0:4 zurück, nach 20 Minuten war der erste Satz bereits verloren. „Ich treffe keinen Ball“, jammerte Kerber, ließ ihren Frust am Schläger aus.

Weniger Spiele hatte Kerber nie zuvor in einem Grand-Slam-Match gewonnen, ähnlich deutliche Pleiten kassierte sie 2012 in Melbourne gegen Maria Scharapowa (1:6, 2:6) und 2014 in Paris gegen Eugenie Bouchard (1:6, 2:6). „Ich schaue aber nicht in die Vergangenheit und nicht in die Zukunft“, sagte Kerber trotzig: „Ich habe auf dieser Reise alles gegeben, jetzt ist sie zu Ende. Das muss und werde ich akzeptieren. Die Saison ist noch lang.“

Nach dem Aus der 31-Jährigen ist von den einst 13 deutschen Startern nur noch Alexander Zverev dabei. Der Hamburger bestreitet an diesem Montag sein Achtelfinale gegen den Kanadier Milos Raonic. Durch das 6:3, 6:3, 6:2 in der dritten Runde gegen den australischen Außenseiter Alex Bolt zog Zverev erstmals in die Runde der letzten 16 in Australien ein. „Es wird nicht viele lange Ballwechsel geben“,sagte Zverev zu dem Duell mit Raonic: „Er ist immer noch einer der besten Aufschläger, die wir haben.“

Roger Federer konnte indes seine tiefe Enttäuschung nicht verbergen, als seine Regentschaft in Melbourne nach zwei Jahren von einem jungen Griechen beendet worden war. „Sehr frustrierend“ sei das Aus im Achtelfinale, sagte Federer nach dem 7:6 (13:11), 6:7 (3:7), 5:7, 6:7 (5:7) in einem mitreißenden Match gegen Stefanos Tsitsipas.

Der 20-Jährige aus Athen schrieb mit dem Einzug in die Runde der besten Acht griechische Tennisgeschichte, kein Landsmann zuvor hatte es je ins Viertelfinale eines Grand-Slam-Turniers geschafft. Dass ihm dieses Kunststück ausgerechnet gegen Federer (37) gelang, verschlug Tsitsipas fast die Sprache. „Ich bin der glücklichste Mensch der Welt“, sagte er: „Roger ist eine Legende unseres Sports, ich habe so viel Respekt vor ihm.“

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