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NWZonline.de Sport Tennis

Fed Cup: Tennis-Team erreicht Halbfinale auch ohne Stars

12.02.2018

Minsk Auch ohne all ihre Stars haben die deutschen Tennis-Frauen im Fed Cup für eine große Überraschung gesorgt und erstmals seit drei Jahren wieder das Halbfinale erreicht. Die stark ersatzgeschwächte Mannschaft des neuen Teamchefs Jens Gerlach setzte sich beim Vorjahresfinalisten Weißrussland mit 3:2 durch und trifft nun in der Vorschlussrunde auf Tschechien. Dabei genießt die Auswahl des Deutschen Tennis Bundes am 21. und 22. April Heimrecht.

Den entscheidenden dritten Punkt holten in Minsk am Sonntag Anna-Lena Grönefeld und Tatjana Maria in einem dramatischen Doppel. Das deutsche Duo setzte sich gegen Aryna Sabalenka und Lidziya Marozava mit 6:7 (4:7), 7:5, 6:4 durch. „Das ist ein unglaubliches Gefühl“, sagte Gerlach. „Es war so ein intensives Wochenende. Die Mädels haben es wahnsinnig gut gemacht.“ Grönefeld aus Nordhorn war ebenfalls überwältigt. „Für solche Momente spielt man Tennis. Für sein Land zu spielen und dann so eine Partie zu gewinnen, das ist unbeschreiblich.“

Zuvor hatte Maria das deutsche Team am Sonntag durch ein 6:4, 5:7, 6:0 gegen Vera Lapko mit 2:1 in Führung gebracht. Danach musste sich Debütantin Antonia Lottner aber Sabalenka trotz einer starken Leistung 3:6, 7:5, 2:6 geschlagen geben. Am Samstag hatte Maria gegen Sabalenka in drei Sätzen verloren, Lottner in ihrem ersten Spiel für Deutschland überhaupt völlig unerwartet gegen die ukrainische Nummer eins Alexandra Sasnowitsch in zwei Sätzen gewonnen.

Deutschland fehlten in der weißrussischen Hauptstadt neben Angelique Kerber und Julia Görges auch Laura Siegemund, Carina Witthöft, Andrea Petkovic und Sabine Lisicki. Die DTB-Auswahl war deshalb als klarer Außenseiter angereist. Doch die Art und Weise, wie sich die Mannschaft vom ersten Tag an in Minsk präsentierte, war mehr als beeindruckend.

Gegen die Tschechinnen, die den Fed Cup in den vergangenen vier Jahren drei Mal gewinnen konnten, werden im April aller Voraussicht nach auch Kerber und Görges wieder zur Verfügung stehen. Beide hatten auf die Partie in Minsk verzichtet. Gerlach dürfte dann also die Qual der Wahl haben. Denn auch Maria, Lottner und Grönefeld empfahlen sich für weitere Einsätze.

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