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NWZonline.de Sport Tennis

"Traum meiner Träume" - Kerber trotzt Zweifeln

16.12.2018

Baden-Baden (dpa) - Angelique Kerber zweifelt immer mal wieder an sich. Sie tritt nicht so überzeugt von sich auf wie andere. Sie ist keine Tennis-Unterhaltungskünstlerin. Sie ist eine zurückhaltende Kämpfernatur, in Sachen Leidenschaft macht ihr kaum jemand etwas vor.

Am 14. Juli 2018 wirkte Angelique Kerber dann gelöst wie selten. Als sie nach einem furchtlosen Auftritt im Endspiel von Wimbledon den entscheidenden Punkt gegen die US-Amerikanerin Serena Williams gewonnen hatte, ließ sie sich überwältigt auf den Rasen fallen. "Ich bin durch mit meinem Leben", stammelte die 30-Jährige, als sie dachte, unbeobachtet kurz nach dem Finale ihr Team zu treffen.

Von diesem Moment hat die Kielerin schon als Kind geträumt, sie saß früher vor dem Fernseher und schaute ihrem Idol Steffi Graf bei deren Triumphen beim wichtigsten Tennis-Turnier der Welt zu. Nun ist Angelique Kerber die erste deutsche Wimbledonsiegerin seit Graf 1996.

"Das war der Traum meiner Träume. Das bleibt für immer", sagte die stets bescheiden auftretende Linkshänderin. Mit ihrem dritten Grand-Slam-Titel hat es die Schleswig-Holsteinerin mit polnischen Wurzeln den Kritikern gezeigt. Und es sich womöglich selbst bewiesen. Ihr sportliches Tief mit schwachen Ergebnissen aus dem Vorjahr, als viele dachten, die herausragende Saison 2016 würde eine Ausnahme bleiben, nannte sie später ein notwendiges Übel für den Erfolg.

Am Ende des Jahres 2018 steht Angelique Kerber auf Platz zwei der Weltrangliste, auch wenn ihre Ergebnisse nach dem Wimbledon-Coup eher mau blieben. Von den vier wichtigsten Titeln im Tennis fehlt ihr jetzt nur noch der Sieg bei den French Open.

In einem knappen Monat beginnen die Australian Open als erster sportlicher Höhepunkt 2019. Kerber bereitet sich darauf mit dem einstigen Profi Rainer Schüttler als neuem Trainer vor, die Zusammenarbeit gilt als spannende Konstellation. Wie ein Jahr zuvor steht die deutsche Nummer eins vor einem Neuanfang. Dabei mag sie Veränderungen wenig, die frühere, langjährige Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner beschrieb sie einmal als "Gewohnheitstier". Die genauen Gründe, warum sie sich vom belgischen Coach Wim Fissette trennte, ließ Angelique Kerber unbeantwortet.

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