DELMENHORST - Was soll man machen, wenn der eigene Mann für acht Monate hinter schwedische Gardinen muss und die Nachbarn und Verwandten das tunlichst nicht wissen sollen? Wirtsfrau Mary Brammer weiß Rat. Wenn ihr nur nicht das Schicksal einen Strich durch die Rechnung machen würde. . .
Mit der Geschichte um den Schiffskoch Brammer und seine Frau Mary unter dem Titel „Mien Mann, de fohrt to See“ nimmt sich das Niederdeutsche Theater Delmenhorst wieder einer Komödie mit besonders hohem Lachfaktor an. Die Proben des zweiten Stücks der laufenden Spielzeit sind in den letzten Zügen, denn Premiere ist am Sonnabend, 9. Januar, im Theater Kleines Haus in Delmenhorst.
Heinrich Caspers spielt in dem Klassiker den Schiffskoch Karl Brammer, der aufgrund einer kleinen Schmuggelei eine Haftstrafe antreten muss. Seine Frau Mary (Petra Witte) versucht aber, dies zu vertuschen. Schließlich haben sich die Verwandten angekündigt. Also erzählt Mary, dass Karl wieder als Koch angeheuert hat. Zunächst läuft alles gut, doch dann trifft die Nachricht ein, dass das Schiff auf dem Karl angeblich fährt, im Sturm untergegangen ist. Mary kommt in arge Not. Und so ist die Verwandtschaft – allen voran Karls Schwester Malwine Sötje (Marion Rose) – empört, dass Mary nicht in Trauer verfällt. Das hindert sie aber nicht daran, sich auf Karls Erbe zu stürzen.
Und auch für Mary ergeben sich ganz neue Perspektiven, denn plötzlich wird sie zum Traum der Junggesellen. Was also tun? Eine effektvolle Auferstehung planen? Inszeniert wird das Schauspiel von dem Oldenburger Gastregisseur Bernd Poppe. Wer wissen will, wie er und seine Mannschaft das Malheur um Mary auflösen, sollte sich Karten für eine der Vorstellungen im Kleinen Haus besorgen.
