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NWZonline.de Nachrichten Kultur Theater

Niederdeutsches Theater: August-Hinrichs-Bühne will experimentieren

15.08.2014

Oldenburg Nichts ist so beständig wie der Wandel. Wer wüsste das nicht besser als Herwig Dust. Als Leiter der August-Hinrichs-Bühne hat er sechs Intendantenwechsel erlebt und begleitet. „Theater lebt von Veränderungen. Das macht die Sache erst spannend“, sagt er. In diesen Tagen des Wechsels betont Dust gern die Konstante: „Die August-Hinrichs-Bühne als Verein gibt es noch. Sie ist die Seele des niederdeutschen Schauspiels am Oldenburgischen Staatstheater.“

Geschichten erzählen

Mit der Gewissheit, dass das der neue Intendant Christian Firmbach und der neue Oberspielleiter Peter Hailer auch so sehen, geht die August-Hinrichs-Bühne die neue Spielzeit an. Gemeinsam mit der Dramaturgin Gesche Gloystein und mit Michael Uhl als leitendem Regisseur des niederdeutschen Schauspiels am Staatstheater werde man weiterhin Geschichten erzählen wie etwa in „Emmas Glück“, man werde weiter experimentieren und – jawohl – auch provozieren. „Wir machen anderes Theater, keinen Klamauk, aber auch kein Theater mit erhobenem Zeigefinger“, betont Herwig Dust.

Auf diesem Weg und vor dem Hintergrund eines Generationswechsels unter den Zuschauern müsse die Bühne besonders die älteren Zuschauer und treuen Abonnenten mitnehmen. Vor- und Nachbesprechungen mit Dramaturgie und Regie über die Inszenierungen werde es deshalb auch in der neuen Spielzeit geben. Zwischen 50 und 60 Besucher hat Dust bei den bisherigen Vor- und Nachbereitungen gezählt. Die Rückmeldungen waren durchweg positiv.

Eine Konstante in der neuen Spielzeit ist die Komödie „Männerhort – Een Platz för Keerls“. Das Lehrstück über unser Konsumverhalten unter der Regie von Michael Uhl, in der vorherigen Spielzeit durchgehend ausverkauft, wird ab 10. Oktober in der Fußgängerzone in der Baumgartenstraße 11–12 gezeigt und während des Platt-Art-Festivals (27. Februar bis 8. März) auch in Brake und Delmenhorst.

Die Spielzeit eröffnen wird die August-Hinrichs-Bühne am 16. November mit „Arsenik un ole Spitzen“ nach dem Klassiker „Arsen und Spitzenhäubchen“ von Joseph Kesselring. Die Proben mit der Regisseurin Maria-Elena Hackbarth haben bereits begonnen. Das Geschehen auf der Bühne verläuft über drei Ebenen. „Alle sprechen über den Keller, wir haben ihn“, verrät Herwig Dust.

Nachwuchsförderung

In der zweiten Inszenierung „Nix as weg – Raus aus Åmål“ nach dem schwedischen Jugendfilm „Fucking Åmål“ von Lukas Moddysson kommt der Nachwuchs aus dem Platt’n Studio zum Zuge. Ins Niederdeutsche übertragen hat das Stück Gesche Gloy­stein, Regie führt Michael Uhl. Die jungen Akteure sind zwischen 17 und 19 Jahre alt. „Das ist für sie eine große Chance und reizvolle Aufgabe“, freut sich Dust, dass die Nachwuchs- und Sprachförderung Früchte trägt. Premiere ist am 1. Februar 2015.

Zum Abschluss gibt es mit „Ünner’t Lüchtfüer“ von Arne Christophersen eine typische niederdeutsche Komödie, bei der Krystyn Tuschhoff („Mr. Scrooge“) erstmals bei der August-Hinrichs-Bühne Regie führt. Das Vier-Personen-Stück hat am 17. Mai Premiere.

Eine weitere Konstante des niederdeutschen Schauspiels und der AHB ist die Kooperation mit dem Ohnsorg-Theater Hamburg. Am 9. November erlebt „Gulliver“ von Gesche Gloystein nach Motiven des Romans „Gullivers Reisen“ von Jonathan Swift seine Uraufführung. Regie führt Gero Vierhuff („Die Wanze“). Das Ohnsorg-Theater setzt unter der Regie vom Marc Becker das Stück „Die große Wörterfabrik – Wöör mit Kulöör“ in Szene. Die hoch- und niederdeutsche Theaterfassung des Bilderbuchs von Agnés Lestrade und Valerie Decamp stammt von Cornelia Ehlers.

Lore Timme-Hänsel Redakteurin / Kulturredaktion
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