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NWZonline.de Region

Fliegerhorstmuseum: Noch viel Arbeit bis zur Einweihung

28.11.2020

Ahlhorn „Es geht weiter, aber anders, als wir gedacht haben.“ Mit diesen Worten beschreibt der Erste Vorsitzende der Traditionsgemeinschaft Fliegerhorst Ahlhorn e.V. (TGFA), Peter Pasternak, den Stand der Dinge in Sachen Museums-Einweihung auf dem Metropolpark-Gelände in Ahlhorn, aber auch der zur Eröffnung noch notwendigen Arbeiten. „Die ursprünglich für Ende dieses Jahres angesetzt Jahreshauptversammlung mussten wir wegen Corona absagen. Zurzeit dürfen wir nur mit bis zu drei Vereinsmitgliedern an der weiteren Herrichtung der Räume zum Museum tätig sein.“

Der Fundus mit Leihgaben und Übergaben von anderen Vereinen und militärischen Einrichtungen wächst dagegen weiter an. Pasternak: „Letzteres sei durchaus positiv zu bemerken, aber bedeutet auch immer wieder Sichtungen, Auswahl und Unterbringung der Ausstellungsstücke im Museum. Ich mag es kaum sagen, aber wir sind damit auch Stück froh, dass wir noch nicht eröffnen mussten, wie wir es eigentlich vorhatten“.

Triebwerk und Rotorblatt

Doch der Blick im Tagungs- und Seminarraum zeigt, dass dennoch einiges im Corona-Jahr geschafft werden konnte. „Zwar reichte es nicht bis zur Eröffnung, aber wir sind am Ball“, so Pasternak. Im Tagungsraum sind jetzt Großexponate von Triebwerken und Getriebe bis zu Rotorblättern hautnah zu sehen. Sie stammen von den beiden früheren Einsatzmaschinen Bristol 171 „Sycamore“ und dem Nachfolgermodell „Bell UH-1D“ (Rotorblatt). Die beiden Hubschrauber fanden nun auch ihre endgültigen Stellplätze vor dem Museum. Über den Winter werden sie aber in eine Unterstellung unter geschütztem Dach verbracht. Pasternak: Die Restaurierung sei aufwendig gewesen, und ein Winter nagt allgemein an solchen Maschinen unter freiem Himmel.

Zu sehen sind daneben im Seminarraum in eigens angeschafften Glasvitrinen Uniformen und Dienstkleidungen wie zum Beispiel aus dem NVA-Flugdienst (Flieger). Ab der Wende erfolge die Umschulung der ehemaligen DDR-Soldaten, die damals auf MIG 8 oder MIG 2 Hubschraubern flogen und die teilweise noch im Dienst sind, auf die hiesigen Hubschrauber. Weiter zu sehen sind ein Flugdienst-Anzug (Mitte der 80er Jahre), ein Fluganzug, wie er in den Bell-Zeiten getragen wurde und eine Ausgehuniform, die immer nur „Blau Lang“ genannt wurde.

„Blau Lang“ zum Ausgehen

Besonders stolz sind die TGFA-Mitglieder aber nicht nur auf das in zweijähriger Arbeit hergerichtete Hubschraubermodell der Bristol 171 Sycamore, von dem es weltweit nur noch ein fliegendes Exemplar gibt, wie Dieter Hasebrink betonte. Er kennt diesen Typ aus der Westentasche. Sein Wissen half enorm bei Restaurierung. Stolz ist die TGFA natürlich auch auf die Bell UH-1D, die im HTG 64 wohl jeder am Himmel als SAR-Hubschrauber kannte. „Dieses Modell wird übers Jahr auch immer wieder zu Anschauungs- und Schulungszwecken von der Bundeswehr geordert und stellt damit eine Einnahmequelle des Vereins dar“, so Pasternak.

Originalbanner

Ein weiteres Vorzeigedetail ist das Originalbanner der Briten, die direkt nach dem Krieg auf dem Fliegerhorst stationiert waren. Dazu gehört auch eine Fliegeruniform, die auf Umwegen von dem Träger, der in Deutsche Kriegsgefangenschaft geriet und auch in Ahlhorn stationiert war, zurück zum Fliegerhorst fand und hier nun ausgestellt werden darf. „Das ist auch ein Stück Anerkennung für uns und unsere Arbeit sowie die guten Beziehungen zu den befreundeten Einheiten“, sagte der Vorsitzende.

So wird es auch Propellerblatt einer Transall bald in Ahlhorn zu sehen geben, ferner Material über das 1993 aufgelöste Jagdbombergeschwader 43 in Oldenburg. Material über die F 86, zur Anfangszeit des Kalten Krieges im Einsatz, und Material von dem Hubschraubertransportgeschwader HTG 63, das heute auch nicht mehr existiert. Kontakte, die zeigen, dass die Ehemaligen wie in einer großen Familie handeln, um über die Geschichte der Fliegerei zu informieren.

Über all das wird nach Einweihung des Museums in einer Power-Point-Präsentation von den Anfängen in 1912 bis 2015 die Historie anschaulich gemacht. Filmmaterial über die Ball UH-1D wird dann auch zur Verfügung stehen.

Fertig sind auch rund 50 Informationstafeln, die künftig in den Räumlichkeiten, über alle Details des Fliegerhorst von den Anfängen bis zur Gegenwart informieren.

Was ist noch passiert? Bereits im Frühjahr konnten die Bau- und Renovierungsmaßnahmen am Museumsgebäude abgeschlossen. Weitere Grundlage war die Zusage von Fördergeldern im Sommer für die Innenausstattung des Museums.

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