Der erfolgreiche Fernsehmoderator Georges Laurent (Daniel Auteuil) ist glücklich verheiratet und führt ein angenehmes Leben. Dies ändert sich jedoch, als er eines Tages ein Videoband erhält, welches ihm anonym zugeschickt wird. Auf dem Band sind lediglich Aufnahmen eines Hauses zu sehen – genauer gesagt: Aufnahmen seines Hauses, die eine stille, bedrohlich wirkende Dokumentation des Lebens der Familie Laurent darstellen.

Georges Frau Anne (Juliette Binoche) vermutet zuerst einen durchgedrehten Fan ihres Mannes hinter der Videoaufnahme. Dann folgen allerdings weitere Videos, denen abstrakte, bizarre Zeichnungen von Strichmännchen beigefügt sind. Da keine offensichtliche Bedrohung vorliegt, unternimmt die Polizei nichts, während Anne zusehends unruhiger wird und sich fragt, welche Ziele der Unbekannte verfolgt. Bei Georges hingegen rühren die Zeichnungen etwas Verborgenes an. Sie versetzen ihn in die Zeit seiner Kindheit zurück, als er den algerischen Jungen Majid (Maurice Bénichou) mit falschen Anschuldigungen vom Hof seiner Eltern vertrieb.

Georges vermutet, dass Majid hinter den Videoaufnahmen steckt, hat dafür aber keine Beweise. Er wird zunehmend angespannter, und auch das Verhältnis zwischen ihm und Anne leidet, da er nicht bereit ist, mit ihr über seinen Verdacht zu reden. Die anhaltende, nicht greifbare Bedrohung wird zur ständigen Belastung und bringt das Leben der Laurents völlig durcheinander. Als die Spur eines Videos Georges schließlich zu Majid führt, sieht er seinen Verdacht bestätigt. Doch Majid beteuert seine Unschuld . . .

„Caché“ spielt mit Hilfe einer nur unterschwellig vorhandenen Bedrohung virtuos mit den Ängsten und baut subtile Spannung auf, obwohl einige Sequenzen dabei manchmal langweilig wirken. Der Psychothriller ist keine Mainstream-Unterhaltung, sondern ein experimenteller Film mit sozialkritischer Note. Bei der Vergabe des europäischen Filmpreises wurde „Caché“ mit mehreren Preisen bedacht. Wer sich mit etwas Geduld auf das Experiment einlässt, wird dafür mit einem düsteren, beklemmenden Werk belohnt.(dbr)