Apen - Das alte Haus and der Hauptstraße in Apen ist äußerlich keine Schönheit, innen hingegen beherbergen die ehrwürdigen Mauern des betagten Altbaus wohl einen der größten Schätze deutschlandweit: Das Apener Schinkenmuseum „Schinkenêum“.

Arnd Müller geht die steile Holzstiege vor , über die man in seine große „Schatzkammer“ gelangt: Unter den Dachbalken hängen in große Leinenbeutel gehüllt die mächtige Keulen – allesamt von den Bunten Bentheimern. „Kein Schinken ist hier wie der andere“, erklärt der 53jährige Fleischer, der das „Schinkenêum“ seit 1993 alleine leitet. Sein Wissen ist das Ergebnis aus neun Generationen, in denen sich die Schinkenräucherei in Familienbesitz befindet. Sein Geheimnis, wie man eine Schweinekeule in einen guten Schinken verwandelt, erklärt Arnd Meyer mit großer Leidenschaft. Vom Prinzip des Uhlenlochs, der Bedeutung klarer Nachtluft, der Kraft von Milchsäurekulturen, vom teuren Salinensalz aus Göttingen, dem Verein der Bunten Bentheimer – und einer großen Portion Erfahrung sowie intuitivem Bauchgefühl, verrät Arnd Müller sein Erfolgsrezept: „Das Ergebnis sind unvergleichliche Schinken, denen ich zum Reifen einfach die Zeit lasse, die sie benötigen, um das volle Potential ihres Geschmacks zu entwickeln“.

Nutzen Sie die Gelegenheit zu einer individuellen Führung in diesem einzigartigen aktiven Schinkenmuseum; auch eine Extraführung für Kinder wird angeboten.