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nordwest-zeitung

unterstützung Spendenaktion zugunsten des Vereins Flugkraft

Oldenbrok - Das größte Gut eines jeden Menschen ist die Gesundheit. Dass dieser Wunsch nicht immer in Erfüllung gehen kann, müssen viele Menschen in ihrem Leben leidvoll erfahren. So hat sich die Familie Czwalinna entschieden, das Jahr 2020 mit einer Spendenaktion zugunsten des Vereins Flugkraft (Hilfsprojekt für Familien krebskranker Kinder) ausklingen zu lassen.

„Über eine Unterstützung dieses Vereins wären wir sehr dankbar und würden uns sehr darüber freuen“, sind sich die Eheleute Ursula und Peter Czwalinna, die Töchter Claudia Ostendorf, Cathrin Langer und alle Mitarbeiter einig.

Gemeinsam gegen den Krebs

Janno ist fünf Jahre und ein ganz normaler Junge. Er ist sehr aufgeweckt und zeigt Interesse an vielen Dingen, spielt gerne und genießt die Zeit mit seiner Familie. Im nächsten Jahr kommt er in die Schule und schon heute freut er sich darauf.

Dass sein junges Leben jedoch nicht immer so unbeschwert war, sieht man ihm nicht an. Im Januar 2019 wurde bei ihm – damals war er drei Jahre alt – Leukämie diagnostiziert. Er musste daraufhin ein halbes Jahr in die Oldenburger Kinderklinik, um sich dort einer Chemotherapie zu unterziehen. Heute wird er immer noch therapiert, jetzt jedoch in Form von Tabletten. Und einmal pro Woche muss er wieder ins Krankenhaus, zur Blutentnahme. „Von Tag eins an mussten meine Frau Iris und ich funktionieren“, sagt Stefan Dobrinski.

Das alles hat die kleine Familie sehr mitgenommen. Doch zum Glück konnten sie im Februar dieses Jahres, gerade noch, bevor Corona ihnen einen Strich durch die Rechnung machen konnte, vier Wochen eine Familienreha auf Sylt machen.

Der Aufenthalt wurde von der Rentenkasse finanziert und bescherte vor allem den Eltern Zeit für sich selbst, um wieder Kraft für die nächste Zeit zu tanken. „Während die Kinder in der einrichtungseigenen KiTa waren, bekamen wir Anwendungen und waren auch in der Lage die kurzen Auszeiten zu genießen“, erinnert sich Iris Dobrinski.   Aus der Zeit der stationären Therapie hat Janno eine große Kiste. Darin hat er all seine Schätze aufbewahrt. Bilder, die er im Krankenhaus gemalt hat, kleine Geschenke und vor allem die Mutkette. Die Kette ist sehr lang und aufgefädelt sind verschiedene kleine „Perlen“, die alle für etwas Besonderes stehen: Bluttransfusionen, Narkose, gute und schlechte Tage und vieles mehr.

„Das ist ein richtiges Highlight für die Kinder“, sagt Stefan Dobrinski. „Und es motiviert die Kinder“, fügt Ehefrau Iris hinzu. Als Familie sind die Dobrinskis nochmal viel mehr zusammengewachsen. Eine Familie, die sich immer wieder über Kleinigkeiten freuen kann.

„Die eigene Einstellung ändert sich, sobald man selbst betroffen ist. Die Prioritäten verschieben sich und der Fokus ist jetzt nur noch auf der Familie“, sagt Stefan Dobrinski.

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