Navigation überspringen
nordwest-zeitung

Traditionsfest „Wir hoffen auf das nächste Jahr“

Rodenkirchen - Normalerweise würde der Roonkarker Mart am Sonnabend, 26. September, wie gewohnt um 14.15 Uhr mit einem großen Umzug durch den Ort starten. Doch in diesem Jahr ist eben alles anders. Das größte und älteste Volksfest in der Wesermarsch muss wegen Corona abgesagt werden.

Der Absage fallen der Heilige Abend, an dem die Schausteller sich den Freitag vor dem Markt treffen, um Wichtiges zu besprechen, die Schweinskopfversteigerung am Montag und das Feuerwerk am Dienstag zum Opfer. Doch das ist längst nicht das Schlimmste. Gerade die Schausteller, die seit Jahren den Markt beschicken und auf die Einnahmen der Märkte in der Saison angewiesen sind, kämpfen ums Überleben. Sie hat es besonders hart getroffen.

Und all die Liebhaber des bunten Markttreibens können wieder eine Traditionsveranstaltung weniger besuchen. Dort, wo sonst der Duft von frisch gebrannten Mandeln, Berliner, Bratwurst und anderen Leckereien durch die Luft schwebte, wo das Klingeln und Läuten der Fahrgeschäfte ertönte, die Losbuden ihre Gewinne anpriesen und das Kinderlachen an vier Tagen besonders laut ertönte, ist in diesem Jahr nichts zu riechen und zu hören. 165 Buden, Fahrgeschäfte und Stände bevölkern sonst den großen Marktplatz mitten in Rodenkirchen. Seit mehreren Jahrhunderten zog der Markt Tausende von Besuchern an.

Seit 1958 gehört auch der lange Umzug mit bunt geschmückten Wagen und Fußgruppen dazu. Mit viel Liebe zum Detail wurden die Marktwagen gestaltet. Kein Wunder, denn es galt, einen der begehrten drei Preise zu gewinnen. Viele Vereine und Organisationen hatten sich in jedem Jahr daran beteiligt. Auch sie werden ihre kreativen Ideen um ein Jahr verschieben müssen.

Die Schausteller wollen 2021 wieder kommen

Bisher war es immer so, dass die Planungen für den Markt schon ein Jahr vorher begonnen haben. Auch Marktmeisterin Christiane Hagen hatte schon alles vorbereitet. „Bis zum 31. Dezember liegen alle Bewerbungen vor, und bis Januar steht dann die Planung“, sagt sie. „Auch für das nächste Jahr liegen schon viele Bewerbungen vor, und die Schausteller, die sonst immer dabei sind, werden auch alle wieder mitmachen.“ Auch Marlies Cattelmann vom Schaustellerverein bedauert die derzeitige Situation, schaut aber dennoch positiv in die Zukunft. „Den Schaustellern fehlen nicht nur die Einnahmen, sondern einfach auch, dass sie nicht arbeiten dürfen. Sie alle möchten den Menschen Freude bereiten und stehen in den Startlöchern.“

Für Schausteller Dietrich „Didi“ Meyer aus Nordenham ist es sehr bedauerlich, dass der Markt nicht stattfindet. „Für viele Schausteller war der Rodenkircher Markt stets der Auftakt der Märkte bis in die Weihnachtszeit hinein. Momentan jedoch fehlt uns Schaustellern die langfristige Perspektive für unsere Planung.“

Genau wie Didi Meyer hoffen viele Schausteller, dass der Markt im nächsten Jahr wieder stattfindet. „Ich glaube es zwar nicht, würde es mir aber wünschen, wenn der Roonkarker Mart in 2021 wieder, wie bisher organisiert werden kann.“

Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion

Einbrüche in Wittmunder Firmen vor Gericht Leiche in Bestattungsinstitut gefilmt und bei Whatsapp geteilt

Kim-Christin Hibbeler Wittmund

Kennzeichenerfassung Nicht alle sind mit dem neuen Parksystem in Neuharlingersiel zufrieden

Julia Dittmann Neuharlingersiel

Grundsatzbeschluss im Rat folgt Oldenburger SPD mit breiter Mehrheit für neues Stadion

Thomas Husmann Patrick Buck Oldenburg

Nach Leichenfund in Norden Tote wird in Oldenburg obduziert

Aike Sebastian Ruhr Norden

SV TiMoNo Trainer Koppelkamm bleibt weitere zwei Jahre

Timmel
Auch interessant