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NWZonline.de Region

Verkauf „von Privat“: Zehn Tipps, wenn Sie Ihr Haus selbst verkaufen möchten

10.08.2010

Wenn Sie jemanden fragen, der jemals versucht hat, sein Haus selbst zu veräußern, werden Sie erfahren, dass von dem Moment an, wo das „Haus von Privat zu verkaufen“-Schild aufgestellt wurde, pausenlos das Telefon klingelte. Leider kommen die meisten dieser Anrufe nicht von potenziellen Käufern, sondern von Maklern, die Ihr Haus in ihr Angebot aufnehmen möchten. Offensichtlich ist der Gedanke, dass ein Verkäufer den Makler nicht bezahlen muss, für jeden Eigentümer attraktiv. Aufgrund der vielen Dinge, die beim Hausverkauf beachtet werden müssen, werden Ihnen die meisten privaten Verkäufer bestätigen, dass ein solches Vorhaben eine große Herausforderung darstellt.

Webseite www.dieobjektiven.de

Der Schlüssel zum Erfolg ist eine gute Vorbereitung. Sind Sie nicht vorbereitet, wird Ihr Haus entgegen Ihren Erwartungen länger auf dem Markt sein, weil Sie nicht den richtigen, qualifizierten Käuferkreis ansprechen. Dies kann der Punkt sein, an dem viele Verkäufer frustriert überlegen, Ihren Traum vom Privatverkauf aufzugeben. Damit Sie sich vorbereiten können, erhalten Sie nachfolgend zehn Tipps, die Sie beherzigen sollten, bevor Sie entscheiden, ob Sie sich den Privatverkauf zutrauen oder nicht.

1. Die richtige Preiseinschätzung

Immobilien sind sehr individuell. Das macht es schwer, ihren Wert zu bestimmen. Beim Verkauf von Bestandsimmobilien richtet sich der erzielbare Preis allein nach der Nachfrage am Markt, und die kann zwischen verschiedenen Lagen, verschiedenen Bauarten und dem Zeitpunkt des Verkaufes sehr unterschiedlich sein.

Den richtigen Angebotspreis festzulegen ist einer der wichtigsten Punkte in der Vorbereitung des Immobilienverkaufes. Liegt der Preis zu niedrig, verschenken Sie Geld. Liegt Ihre Vorstellung zu hoch, verprellen Sie Kaufinteressenten. Eine ausführliche Marktanalyse ist hier unerlässlich! Orientieren Sie sich an den Angeboten der Konkurrenz, holen Sie Daten über bereits verkaufte Objekte ein und vergleichen Sie genau.

Ferner ist es wichtig, die Hintergründe jedes potenziellen Verkaufs zu kennen. Überschlagen Sie möglichst genau Ihre Kosten und dokumentieren Sie, welchen Preis Sie gemäß Ihrer Einschätzung am Ende erzielen könnten. Kaufinteressenten analysieren ihre Erwerbskosten entsprechend.

2. Vorbereitung Ihrer Immobilie

Der erste Eindruck ist der entscheidende. Stellen Sie sicher, dass Ihr Haus ein positives Bild abgibt, indem Sie auf die Details achten und es mit den objektiven Augen eines Käufers sehen. Berücksichtigen Sie dabei erforderliche Sanierungsmaßnahmen und Reparaturen, ein Kaufinteressent tut dies auch. Es liegt bei Ihnen, Ihr Haus im Wettbewerb bestmöglich zu präsentieren.

3. Seien Sie jederzeit erreichbar

Der Immobilienmarkt bietet Interessenten derzeit eine große Auswahl an Angeboten! Ein Interessent wird nicht zehn Mal versuchen, Sie zu erreichen, sondern wendet sich anderen Anbietern zu, wenn er immer nur Ihren Anrufbeantworter ans Telefon bekommt. Stellen Sie daher sicher, dass Interessenten Sie jederzeit erreichen können!

4. Halten Sie sämtliche Unterlagen parat

Der Kaufinteressent möchte sich natürlich genau über Ihre Immobilie informieren, bevor er sich zum Kauf entschließt. Stellen Sie also sicher, dass Sie alle nötigen Unterlagen bereit halten, um keine Auskunft schuldig zu bleiben!

5. Qualifizieren Sie Ihre Interessenten

Vergeuden Sie keine Zeit damit, Leuten Ihr Haus zu zeigen, die es sich ohnehin nicht leisten können. Erkundigen Sie sich vor dem Hintergrund der Arbeitsplatzsicherheit, Einkommen, Schulden, Verpflichtungen und Kreditwürdigkeit nach dem finanziellen Hintergrund des Interessenten sowie nach seinen individuellen Kaufkriterien.

6. Bleiben Sie bei der Besichtigung sachlich

Halten Sie sich beim Verkauf mit Emotionen zurück und bleiben Sie bei Besichtigungen im Hintergrund. Wenn ein Interessent etwas Negatives über Ihr Haus sagt, ist es allemal besser, im Gegenzug etwas Positives darzulegen als in die Defensive zu gehen.

7. Verhandlungen mit Interessenten

Viele Details müssen geklärt werden, bevor man einen Verkauf als abgeschlossen bezeichnen kann. Stellen Sie sicher, dass Sie den Kaufvertrag verstehen, damit Sie dessen Inhalt und die Konsequenzen erklären können. Beachten Sie etwaige für den Verkauf erforderliche Ergänzungsänderungen. Der Kaufvertrag sollte ggf. von einem Anwalt überprüft werden. Solange dies geschieht, kümmern Sie sich um Ihren Käufer, damit dieser nicht das Interesse verliert.

8. Lernen Sie Ihren Käufer kennen

Ihr Ziel während der Verhandlungen muss sein, die Geschwindigkeit und Dauer zu kontrollieren. Versuchen Sie heraus zu finden, welche Motivation Ihren Käufer antreibt. Muss er oder sie schnell umziehen? Hat er/sie genug Geld, um den geforderten Preis zu bezahlen? Ist Ihnen die jeweilige Antwort bekannt, haben Sie in den Verhandlungen einen Vorteil, da Sie bereits vorher wissen, was Sie tun müssen, um Ihr Ziel zu erreichen.

9. Ziehen Sie nicht vor dem Verkauf aus

Studien haben ergeben, dass es schwieriger ist, ein bereits leer stehendes Haus zu verkaufen. Es wirkt verloren, vergessen und wenig ansprechend. Es könnte Sie sogar Geld kosten. Wenn Sie umziehen, zeigen Sie Kaufinteressenten damit, dass Sie bereits ein neues Haus haben und nun motiviert sind, möglichst schnell zu verkaufen. Dies könnte dem Käufer am Verhandlungstisch einen Vorteil verschaffen.

10. Behalten Sie den Verkaufsgrund für sich

Die Kehrseite des „Den-Käufer-kennen“ ist das „Sich-selbst-kennen“. Der Grund, weshalb Sie Ihr Haus verkaufen, beeinflusst alles vom Kaufpreis bis zu der Zeit und dem Geld, welches Sie bis zum Verkauf investieren. Ihre Motivation lässt Sie feststellen, was Ihnen wichtiger ist: die Höhe des Erlöses oder der Zeitraum, den Ihr Haus am Markt ist; vielleicht auch beides. Unterschiedliche Ziele erfordern unterschiedliche Strategien. Welche Gründe auch immer Sie für den Verkauf haben, behalten Sie sie für sich, um Nachteile in den Verhandlungen zu vermeiden. Wenn Sie gefragt werden, sagen Sie einfach, Sie möchten sich mal wieder räumlich verändern.

Wie ermittle ich den Reingewinn?

Um zu analysieren, ob Sie durch einen Privatverkauf am Ende besser dastehen, bedenken Sie bitte, dass die meisten Käufer, Investoren und Spekulanten, die Privatverkäufer ansprechen, häufig auf der Suche nach Schnäppchen sind. Die niedrigen Gebote dieser Käuferschichten drücken auf lange Sicht häufig Ihren Endpreis. Was Sie für sich selbst entscheiden müssen:

1. Seien Sie so gut wie möglich vorbereitet: Werbung, Verhandlungen, Wertbestimmung, Besichtigungen und sämtliche rechtlichen Vorschriften; alles muss „wasserdicht“ sein.

2. Versuchen Sie, Ihre Kosten für die effektive Vermarktung Ihres Hauses vom „Zu verkaufen“-Schild bis zum Kaufvertrag möglichst genau einzuschätzen.

3. Welchen Preis wird Ihnen ein Kaufinteressent abzüglich der Kosten für die vorgenannten zwei Punkte bieten? Ist dieser Preis höher als der Preis, den ein erfahrener Immobilienmakler abzüglich seines Honorars für Sie erzielen könnte?