EXPERTENTIPP – Eine vielseitige Bepflanzung ist oft solider und widerstandsfähiger als eine monokulturellen Heckenbepflanzung, empfiehlt das Expertenteam Bernd und Meike Gillerke aus Bookholzberg in einem NWZ-Interview.
Frage: Was sollte man bei einer Heckenpflanzung beachten?
Bernd Gillerke: „Bevor man eine Hecke pflanzt, muss man sich überlegen, wieviel Zeit und Kosten man darin investieren will. Soll die Hecke schmal oder lieber breit sein und welche Pflanzen möchte man dafür nutzen. Eine Heckenpflanzung bringt immer einen Zeit- und Kostenfaktor mit sich.
Frage: Welchen Einfluss hat der Boden auf die Heckenpflanzung?
Gillerke: „Es gibt natürlich Böden, die sich besonders für Eiben und welche, die sich besonders für buchen eignen. Selbst auf Lehmboden kann man pflanzen, dort halten sich zum Beispiel Gehölze und Buchen sehr gut.
Frage: Welche Pflanzen eignen sich besonders für eine Heckenpflanzung?
Gillerke: „Rot- oder Weißbuchen oder Feldahorn bieten sich gut für eine hohe, weitläufige und breite Hecke an. Möchte man eine Hecke in niedriger Form haben, sind vor allem Eiben und der Lebensbaum eine gute Alternative. Man sollte im besten Fall allerdings von einer Monokultur bei der Heckenpflanzung absehen.
Frage: Was ist denn die Gefahr bei einer einseitigen Heckenpflanzung?
Gillerke: Das Problem ist dasselbe, wie bei der Massentierhaltung: Zu viele Lebewesen einer Art auf einem Raum sind anfälliger für Krankheiten und Schaderreger. Wenn ich also nur Eiben pflanze und dann einen Schaderreger habe, ist die ganze Hecke befallen.
Frage: Was ist denn die Alternative?
Gillerke: „Vielseitige Bepflanzung! Am besten sollte man viele verschiedene Gräser, Gehölze und Pflanzen nebeneinander setzen. Das ist nicht nur für das Auge, sondern auch für die Umwelt schön. Vor allem für Vögel und Insekten ist eine vielseitige Bepflanzung schöner. Wenn dann eine Pflanze mit einem Schaderreger in Berührung kommt, ist es nicht so schlimm, da andere Pflanzen dann wahrscheinlich nicht so anfällig dafür sind.
