• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Ratgeber Familie Tiere

Naturschutz: Herberge mit vielen Dauergästen

04.06.2020

Höven In Sachen „Insektenhotels“ war der Bürgerverein Höven im Jahr 2003 einer der Vorreiter in der Gemeinde Wardenburg. Auf einer kleinen, 1989 von der Biologischen Schutzgemeinschaft Hunte-Weser Ems (BSH) angelegten Obstbaumwiese am Weg „Zum Hansberg“ nahe der Huntebrücke zum Barneführerholz entstand hier eine der ersten größeren Nisthilfen für Hautflügler aller Art, wie Wildbienen, Wespen, Hornissen und Ameisen. Dass Insektenhotels oftmals Jahre brauchen, um von den tierischen Bewohnern angenommen zu werden und somit einen wertvollen Beitrag zur Artenvielfalt leisten, wird am Beispiel Höven hör- und sichtbar.

„Bei Sonnenschein ist ein Summen und Brummen zu hören und einzelne Solitärbienen, die keine Staaten bilden, fliegen rein und raus“, zeigt sich BSH-Vorsitzender Dr. Remmer Akkermann begeistert. „Der Standort ist aber auch ideal“, betont der ehemalige Bürgervereinsvorsitzende Manfred Schierhold, der vor 17 Jahren das Insektenhotel unter einem der Kirschbäume mit errichtete.

„Hier sieht man, wie positiv es ist, wenn man die Natur sich selbst überlässt“, merkt Akkermann an. Nur einmal im Jahr werde die naturnahe Wiese, die sich im Besitz der Gemeinde Wardenburg befindet, von der BSH gemäht. Bis dahin wachse immer eine bunte Palette von Doldengewächsen, wie Rainfarn, Gilbweiderich, Weidenröschen oder Fingerhut – zugleich reichhaltige Nektar- und Pollenquellen. „Das Ergebnis hat alle Erwartungen übertroffen“, freuen sich die Vertreter von BSH und Bürgerverein.

„Man muss aber auch etwas Geduld mitbringen“, wirft Hans Schrader vom Bürgerverein ein. Es habe etwa zehn Jahre gedauert, bis die Insekten die Behausungen aus Lehm, Schilfhalmen, Tonziegeln und Baumquerschnitten angenommen und rege genutzt hätten. Heute Motivation genug für den Bürgerverein Höven ein zweites Insektenhotel – diesmal in Form einer Mühle – aufzustellen. So geschehen im vergangenen Jahr an der Straße „Auf dem Rahden“.

Bürgerverein und BSH wollen Besitzer von großen Gärten oder Freiflächen motivieren, Insektenbehausungen aufzustellen. Als Anregung dazu fordern sie auf, die kleine Obstbaumwiese am „Hansberg“ einmal zu besuchen: „Sie ist öffentlich zugänglich, sollte allerdings nicht als Liegewiese genutzt werden.“ Auch das Obst sei für die öffentliche Nutzung in kleinen Mengen freigegeben. Die Bäume dort wurden übrigens vor 30 Jahren vom Brillen-Filialisten Fielmann finanziert.

Marén Bettmann Wardenburg / Redaktion Wardenburg
Rufen Sie mich an:
04407 9988 2730
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.