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NWZonline.de Ratgeber Familie Tiere

Bussarde kreisen über der Heide

19.11.2019

Klein Henstedt Der anerkannte Greifvogel- und Verhaltensforscher Prof. Dr. Oliver Krüger von der Universität Bielefeld ist erfreut darüber, dass „seine“ Bussarde einen so weit entfernten neuen Lebensraum in der Klein Henstedter Heide gefunden haben. Aufnahmen, die ihm von der hiesigen Schutzgemeinschaft Klein Henstedter Heide zugeschickt wurden, belegen das anhand der Markierung, wie die Schutzgemeinschaft mitteilt. Angesichts der massiven Vernichtung von Bussarden in Deutschland vor allem durch die Veränderung der Nahrungsräume und durch Windräder sei es erfreulich, wenn es noch Lebensräume für diese Greifvögel gebe, auch wenn sie dafür über 140 Kilometer zurücklegen müssten, heißt es weiter.

Die Schutzgemeinschaft hat in den vergangenen Jahren den Greifvogelbestand in der Klein Henstedter Heide fotografisch dokumentiert: Neben Milanen, Weihen, Falken und anderen seltenen Greifvögeln sind es auch immer wieder Bussarde, die sich am Himmel zeigen. „Es gibt Aufnahmen, auf denen zehn und mehr Bussarde gleichzeitig über dem schützenswerten Landschaftsgebiet nördlich der A 1 zu sehen sind“, teilt die Schutzgemeinschaft mit. Angesichts des allgemeinen Rückgangs dieser bedrohten Greifvögel freut sich die Gemeinschaft über den Bestand und setzt sich für den Erhalt und den Schutz von Landschaft und Natur ein.

Anhand der Fotografien von Marion Rappers und Petra Janßen konnte jetzt die Herkunft zweier Bussarde identifiziert werden. Dazu schreibt Vogelforscher Krüger über die Bussardbrut, er habe das Weibchen „8J blau“ am 7. Juni dieses Jahres als Küken im Norden von Werther, etwa zehn Kilometer nordwestlich von Bielefeld, beringt. Weiter schreibt er: „Es ist bisher die erste Meldung von 8J blau und auffallend, dass sie sich so kurz nach dem Flüggewerden im Juli schon so weit vom elterlichen Revier entfernt hat.“

Über den zweiten jetzt gesichteten Bussard berichtet er, dass er das männliche Küken im Mai in Barnhausen acht Kilometer westlich von Werther beringt habe: „Jede Sichtung ist für unsere Forschung sehr wichtig.“

Bei der Sichtung von Aufnahmen aus den vergangenen Jahre wurden jetzt noch weitere beringte Bussarde festgestellt, die möglicherweise ebenfalls aus weit entfernten Brutrevieren den Weg in die Klein Henstedter Heide gefunden haben. Seit vielen Jahren ist sogar ein Bussard aus Norwegen mit auffallend weißer Brust in den Wintermonaten zu Gast, weil er hier ertragreiche Jagdreviere auf schneefreien Wiesen und Feldern vorfindet.

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