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NWZonline.de Ratgeber Familie Tiere

Storchennest thront in acht Metern Höhe

21.07.2018

Reitland In Reitland funktioniert die Dorfgemeinschaft bestens. Das hat sich in dieser Woche ein weiteres Mal bei der neuesten Attraktion gezeigt – einer Attraktion nicht nur für Menschen. Denn jetzt ist das kleine Dorf um ein Storchennest reicher. Vom Entschluss bis zur Fertigstellung vergingen keine 48 Stunden, sagt Jörg Wiggers, Gemeindebrandmeister von Stadland und Pressewart der Dorfgemeinschaft Reitland.

Spontaner Beschluss

Spontan hatten die Reitlander den Beschluss gefasst, als sie nach einer Versammlung im Feuerwehrhaus vier Störche auf den Lichtmasten der Flutlichtanlagen am Reitlander Sportplatz sitzen sahen. Jörg Wiggers vermutet, dass es sich um ein älteres Paar und seine im vergangenen Frühjahr geborenen Jungen handelt.

Für ein Storchennest braucht man zuerst einen Mast. Ralf Thienken, der Vorsitzende der Dorfgemeinschaft, fragte per Whats App in die Runde – und bekam sofort Antwort von Walter Damken. Der Landwirt und stellvertretende Bürgermeister hatte noch einen solchen zehn Meter hohen ehemaligen Strommast liegen und stellte ihn gern zur Verfügung.

Gerd Thienken rückte mit einem Bagger an, hob ein zwei Meter tiefes Loch aus und stellte den Mast hinein. Dabei kam neben dem Bagger der von seinem Sohn Ralf gefahrene Tieflader des Bauunternehmens von Gerd Thienken zum Einsatz. Der neue Mast steht auf einer Weide zwischen dem Sportplatz und dem Grundstück von Antje Hinrichs und Asmus Erichsen.

Mit Hubsteiger

Jörg Wiggers hatte einen Hubsteiger besorgt, mit dem er bequem sogar in 16 Metern Höhe hätte arbeiten können. Das Fahrzeug gehört dem Oldenburger Kranunternehmen Ulferts und Wittrock und wird gelegentlich von der Reitlander Firma Reetbedachung Wiggers eingesetzt. An der Spitze des Mastes schweißte Jürgen Hadeler Stahlmatten zur Basis für ein rundes Nest zusammen. Den harten Stahl polsterte Jörg Wiggers von der Arbeitsplatte des Hubsteigers aus mit Weidenzweigen und Schredder, so wie es der Naturschutzbund (Nabu) empfiehlt. An dieses Manöver in acht Metern Höhe wird er noch lange zurückdenken, denn während der Arbeit brach plötzlich ein Platzregen los, und ehe Jörg Wiggers mit der Arbeitsbühne endlich unten angekommen war, hatte er keinen trockenen Fetzen mehr am Leib.

Auch die anderen etwa zehn Helfer mussten sich vor dem Wolkenbruch in Sicherheit bringen. Als es wieder aufklarte, konnte Birgit Schenk von der Reitlander Speelschar ein interessantes Video drehen: Auf drei Masten der Flutlichtanlage hatte es sich Störche bequem gemacht, um sich das neue Nest schon einmal anzusehen.

Eingezogen ist noch kein Storchenpaar. Aber Jörg Wiggers und seine Mitstreiter sind zuversichtlich, dass im nächsten Frühjahr, wenn die Störche aus Afrika zurückkehren, ein Paar Reitland zu seiner neuen Heimat erwählen wird.

Notfalls zufüttern

Auch von schlechten Erfahrungen lassen sich die Reitlander bei ihrem Storchenprojekt nicht abschrecken. So hatte die Jugendfeuerwehr vor zwei Jahren in Kötermoor ein Storchennest errichtet, in dem aber die Jungtiere nicht überlebten. „Wenn wir sehen sollten, dass sich in unserem neuen Nest so etwas abzeichnet, werden wir zufüttern“, sagt Jörg Wiggers. Sollte dieser Fall eintreten, wollen die Reitlander Udo Hilfers von der Storchenstation Berne um Hilfe bitten.

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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