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NWZonline.de Ratgeber Familie Tiere

Naturschutz: Dieses Jahr nur ein Turmfalkenküken?

29.05.2020

Wildeshausen Statt fünf Turmfalkenküken gibt es in der Alexanderkirche wahrscheinlich dieses Jahr nur eines: Zunächst waren fünf Eier im Nest der Kirche, dann auf einmal keines mehr und jetzt ist wieder ein intaktes Ei zu sehen.

Am 8. Mai bemerkte Küster Wolfgang Jöllenbeck von der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Wildeshausen fünf Turmfalkeneier im extra für sie aufgehängten Brutkasten in der Kirche. Er schätzt, dass sie zu dem Zeitpunkt anderthalb Wochen alt waren. „Letztes Wochenende war ich dann kontrollieren, da lag nur noch eine halbe Eierschale im Nest“, sagte Jöllenbeck am Mittwoch. Der Muttervogel habe draußen auf einer Stange gesessen, es gab keine Anzeichen von fünf kleinen Falkenjungtieren weit und breit. Die ungeschlüpften Greifvögel sind vermutlich einem Marder zum Opfer gefallen, so Jöllenbeck. „Das ist sehr bedauerlich und auch unerklärlich, wie der Marder an das Nest gelangte“, sagte Jöllenbeck. Denn der Kasten hängt im Turm der Kirche nahe einem Doppelfenster an Holzlamellen. Der Marder müsse vom anderen Fenster hinübergelaufen sein und so irgendwie nahe genug an den Kasten gekommen sein, vermutete der Küster.

Seit 2010 hängt der Brutkasten in der Alexanderkirche in 55 Metern Höhe. Zusammen mit dem Nabu war es ein Versuch, Turmfalken in die Kirche zu holen. Und das gelang auch: Seit 2013 kehrt ein Falkenpärchen jedes Jahr hierher zurück und brütet Eier aus. Bisher immer mit Erfolg. Vergangenes Jahr schafften es sechs Küken, hier heranzuwachsen, bis sie ausflogen.

Erfreut über die fünf Eier, schoss Küster Jöllenbeck kürzlich gleich Fotos. Im aktuell veröffentlichten Gemeindebrief ist noch ein Bild der fünf Eier abgebildet, obwohl es diese Eier und auch die Küken leider nicht mehr gibt.

Am vergangenen Mittwoch entdeckte der Küster unerwartet ein neues intaktes Ei im Nest. „Wir warten ab, wie es sich im Falkenkasten weiterentwickelt“, sagte Jöllenbeck. Insgesamt werden Turmfalkenküken vier Wochen lang ausgebrütet.

Mit etwas Hoffnung hat das hiesige Turmfalkenpaar also auch dieses Jahr doch noch Nachwuchs. Neben Turmfalken wohnen außerdem Dohlen, Mauersegler, eine Schleiereule und Fledermäuse im Kirchturm.

Freya Adameck Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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