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NWZonline.de Sport Weitere Tischtennis

Große Namen schlagen in Oldenburg auf

04.11.2016

Oldenburg Steffen Fetzner, Torben Wosik, Peter Franz: Das sind Namen, bei denen Tischtennis-Fans – gerade die etwas älteren – ins Schwärmen geraten können. Zusammen mit Jörg Roßkopf bildeten die drei Stars in den 90er-Jahren das Grundgerüst der so erfolgreichen deutschen Nationalmannschaft. In dieser Saison spielt das Trio Fetzner, Wosik und Franz nach langer Zeit wieder zusammen – und zwar beim Oldenburger TB.

Gemeinsam 381 Länderspiele und etliche Titel

Steffen Fetzner wurde am 17. August 1968 in Karlsruhe geboren. Größte Erfolge: Doppel-Weltmeister 1989, Olympische Silbermedaille 1992 im Doppel, mehrere EM-Medaillen im Doppel, 6 x Deutscher Doppelmeister, 5 x Deutscher Vizemeister im Einzel. Länderspiele: 206. Aktuell: Spielt beim TV Mosbach (Badenliga).

Torben Wosik: wurde am 8. Oktober 1973 in Hamm geboren. Größte Erfolge: Zweimaliger Deutscher Meister im Einzel, Vize-Europameister im Einzel, 5 x Deutscher Meister im Doppel, 6 x Deutscher Meister im Mixed. Länderspiele: 61. Aktuell: Spielt beim TSV 1860 Ansbach in der 3. Bundesliga.

Peter Franz wurde am 25. April 1971 in Stolzenau geboren. Größte Erfolge: 5 x Deutscher Meister im Doppel, viermaliger Deutscher Vizemeister im Einzel. Länderspiele: 114. Aktuell: Nimmt nicht mehr am Ligabetrieb.

Im normalen Ligabetrieb werden sie allerdings nicht für den OTB an den Tisch gehen, sondern als Ü-40-Seniorenmannschaft. Möglich macht dies das seit dieser Saison geltende Doppelspielrecht, mit dem Spieler im Seniorenbereich für andere Vereine starten können als im Ligabetrieb.

Zuvor Anfragen abgelehnt

Schon im Sommer hatte der OTB für Aufsehen gesorgt, als er Heiko Wirkner, Wang Yansheng und Nico Popal für seine Ü 50 präsentieren konnte. Fetzner, Wosik und Franz allerdings sind da noch wesentlich klangvollere Namen. Steffen „Speedy“ Fetzner wurde vor allem durch seinen Weltmeistertitel 1989 im Doppel mit Jörg Roßkopf berühmt, Torben Wosik ist zweifacher deutscher Meister und Vize-Europameister. Peter Franz hat als fünffacher deutscher Meister – davon viermal mit Wosik – vor allem im Doppel von sich Reden gemacht.

„Ich hatte häufig Anfragen abgelehnt, aber als ich gehört habe, wer dabei ist, musste ich zusagen“, erklärt Torben Wosik, der den OTB vor zwei Wochen besucht hatte. „Das ist ja quasi die alte Nationalmannschaft, wir werden viel Spaß haben“, sagt Wosik, stellt aber auch klar: „Wenn ich mitspiele, will ich gewinnen.“ Ein Selbstgänger wird das nicht, bei den deutschen Meisterschaften sind einige Gegner mit Zweit- oder Drittliga-Niveau zu erwarten.

Zustande gekommen ist der Kontakt zum OTB durch die Freundschaft der Spieler zu Thomas Friese, der beim Turnerbund in der fünften Mannschaft spielt und die drei aus seiner Zeit hinter den Kulissen des Bundesligisten Super Donic Berlin kennt. Auch zwischen den Spielern der Ü 40 und Ü 50 gibt es Verbindungen. „Die Aktion soll aber einmalig bleiben“, sagt OTB-Abteilungsleiter Michael Köhler: „Wir wollen vor allem Aufmerksamkeit für den Senioren-Sport wecken. Wir werden ja auch mit mehreren Teams antreten, die nicht unbedingt alle um die deutsche Meisterschaft spielen.“

Qualifikation als Ziel

Die Ü 50 und Ü 40 sollen sich aber zumindest für die nationalen Titelkämpfe am 10. und 11. Juni qualifizieren, um dann gemeinsam mit der Abteilung als Fans nach Schwarzenbek zu fahren. Wie genau die Qualifikation aussehen wird, steht allerdings noch nicht genau fest. Die bisherige Struktur mit Bezirks- und Landesmeisterschaften hat der Verband in dieser Saison abgeschafft. Stattdessen soll es einen landesweiten Ligabetrieb mit mehreren Block-Spieltagen geben. Gespielt wird dann mit Vierermannschaften. Für die Ü 40 steht zusätzlich Falk Lechtenbörger vom OTB II zur Verfügung, bei der Ü 50 neben Lothar Rieger aus der ersten und Hergen Berger aus der zweiten Mannschaft noch Klaus Sander, der 2015 für den OTB gespielt hatte und nun beim Verbandsoberligisten Schwarzenbek aktiv ist. In Niedersachsen sollten damit beide Teams favorisiert sein – und für Aufsehen wird das prominente Trio Fetzner/Wosik/Franz ganz sicher sorgen.

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