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NWZonline.de Sport Weitere Tischtennis

Sommerspiele: Wer im Hause Ovtcharov auf die Medaille wartet

31.07.2021

Tokio Tischtennisspieler Dimitrij Ovtcharov (Bronze), der Slalomkanute Hannes Aigner (Bronze) und die Ruderer des Achters (Silber) haben am Freitag die Medaillensammlung der deutschen Olympiamannschaft aufgestockt.   

Ovtcharov

Als er das Medaillen-Mitbringsel für seine Tochter Emma sichergestellt hatte, ging Ovtcharov kurz in die Knie und presste seine Stirn gegen den Tisch. Mit einem Handtuch tupfte sich der 32-Jährige die Augen trocken und umarmte lange und innig Bundestrainer Jörg Roßkopf. Auf der Tribüne klatschte der deutsche IOC-Präsident Thomas Bach wohlwollend Beifall, Ovtcharovs Teamkollegen um Star Timo Boll sprangen begeistert von ihren Schalensitzen auf. Nach dem zweiten Wahnsinns-Match in zwei Tagen und der Abwehr dreier Matchbälle bejubelte Ovtcharov die bronzene Plakette wie eine goldene.

„Gestern wollte ich aufhören mit Tischtennis. Mein Vater hat gesagt: ,Wenn du heute gewinnst, Dima, sieht die Welt wieder ganz anders aus.‘ Und er hat Recht gehabt“, sagte Ovtcharov nach seinem Sieg in 4:3 Sätzen (13:11, 9:11, 6:11, 11:4, 4:11, 15:13, 11:7) im Spiel um Platz drei gegen Lin Yun-Ju aus Taiwan, den 19-jährigen Shootingstar der Branche. Zum zweiten Mal nach 2012 kehrt der frühere Weltranglisten-Erste mit Einzel-Bronze von Olympia zurück.

Aigner

Übermannt von Krämpfen und Schmerzen paddelte Slalomkanute Aigner (32) zu Bronze. Der Augsburger zeigte im fast 30 Grad warmen Wildwasserkanal eine wahre Energieleistung. „Ich hatte große Sorgen, ob ich es überhaupt ins Ziel schaffe. Meine Arme haben sich teilweise selbstständig gemacht. Durch diese Zuckungen ist mir ein großer Fahrfehler im oberen Teil passiert“, sagte der Weltmeister von 2018. Eine Stabberührung konnte er zum Glück vermeiden, war aber „im Ziel ganz schön enttäuscht“. Fassungslos blickte er dann auf den Fernseher und zitterte sich zu Bronze. Für den Deutschen Kanu-Verband gehen damit in Japan historische Tage zu Ende. Nach dem Gold von Ricarda Funk sowie den Bronzemedaillen von Sideris Tasiadis und Andrea Herzog war Bronze von Aigner die vierte Medaille im vierten Wettbewerb.   

Ruder-Achter

Völlig ausgepumpt blickte Schlagmann Hannes Ocik enttäuscht auf die Szenerie in der Tokyo Bay, auch seine kräftigen Ruder-Kollegen machten alles andere als einen glücklichen Eindruck. Der Deutschland-Achter ist bei seinem großen Olympia-Projekt Gold gescheitert. Das Paradeboot (Johannes Weißenfeld/Herdecke, Laurits Follert/Krefeld, Olaf Roggensack/Berlin, Torben Johannesen/Hamburg, Jakob Schneider/Essen, Malte Jakschik/Castrop-Rauxel, Richard Schmidt/Trier, Hannes Ocik/Schwerin, Martin Sauer/Berlin) musste sich am Freitag auf dem Sea Forest Waterway mit Silber hinter Neuseeland begnügen. Seit 2017 hatte der deutsche Achter dreimal in Serie den WM-Titel geholt, dazu vier Europameisterschaften gewonnen und auch die Weltbestzeit gehalten.

Hauke Richters Leitung / Sportredaktion
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