DELMENHORST - DELMENHORST - Präzision ist gefragt. Vorsichtig klebt Felix Gleisner eine kleine Tonplatte an einen quadratischen Rumpf. Noch leckt das Dach, dass soll sich aber ändern. Der Zehnjährige töpfert ein Haus. Eine Kerze soll später die Fenster von innen beleuchten, erzählt Felix.

„Auf Kreativität legen wir viel Wert“, sagt Dieter Damm, Leiter im Jugendhaus Wittekindstraße. Auch bei den Ferienaktionen wird darauf geachtet, dass Kinder ihrer Fantasie freien Lauf lassen können. Vielleicht auch ein Grund für die große Resonanz, die Damm bei den zahlreichen Ferienaktionen im Jugendhaus feststellt. Zum Töpfern sind heute etwa 50 Kinder in das Jugendhaus gekommen.

Im Schichtbetrieb können sich die Kinder an den zähen Klumpen austoben. Während für einen Teil der Platz in der Werkstatt und im umfunktionierten Hausaufgaben-Raum reicht, baut der andere Teil währenddessen Jonglierbälle im Aufenthaltsraum. Verdrießlich stimmt das aber niemanden in der umgebauten Villa, die seit 1978 als Jugendeinrichtung dient. „Eine tolle Stimmung“, bestätigt Damm den Eindruck.

Jessica Raschke versucht sich an einer Blumenvase. Noch sieht ihr Gefäß aus wie ein Aschenbecher, das ändert sich aber, verspricht die Achtjährige. Nur in den Ferien kommt sie in das Jugendhaus – wie etwa 70 Prozent der heutige Besucher.

Außerhalb der Ferien sind es rund 25 Kinder und Jugendliche. „Wir unterscheiden nicht zwischen Kinder- und Jugendarbeit“, erläutert Damm, seit 25 Jahren Einrichtungsleiter. Die Mischung macht's. Hausaufgabenhilfe wird angeboten, Am Computer können die Jugendlichen spielen. Damm: „Auch Sport spielt bei uns eine wichtige Rolle.“ Hinter dem Jugendhaus steht eine Tischtennisplatte, Fußball und Basketball können die kleinen Besucher spielen oder einfach im gemütlichen Sofa entspannen.