Wilhelmshaven - Der städtische Haushalt wird durch den Kauf des Jadezentrums jährlich um 350 000 Euro entlastet. Diese Zahl nannte Oliver Leinert, Leiter des Eigenbetriebes Grundstücke und Gebäude der Stadt (GGS), am Donnerstag im Betriebsausschuss.
Die Mieteinnahmen für dieses Jahr belaufen sich demnach auf 1,1 Millionen Euro. Dagegen stünden Ausgaben für Betriebskosten (62 400 Euro), Bauunterhaltung (199 500 Euro), Kreditzinsen (135 300 Euro), Abschreibung (345 100 Euro) und Tilgung (188 100 Euro). Von den 30 000 zur Verfügung stehenden Quadratmetern Verkaufsfläche stünden 9780 Quadratmeter leer, sagte Leinert.
Ideen für eine Vermietung einzelner Flächen gibt es bereits bei GGS. Das Stadtarchiv könnte ab Ende 2013 vom Rathausturm aus in Räumen an der Gerichtsstraße umziehen. Eine zweite Idee ist es, die Wirtschaftsförderung und die Stadtwerke-Verkehrsgesellschaft im Jadezentrum anzusiedeln. Dadurch würde das Gebäude an der Luisenstraße komplett frei. Ferner sei vorstellbar, bürgernahe Ämter aus dem Ratrium ebenfalls ins Jadezentrum zu verlagern.
Die Wilhelmshaven Touristik und Freizeit mietet laut Vertrag für geschätzte 900 000 Euro jährlich die Stadthalle – und finanziert damit auf andere Weise den Leerstand des Komplexes, so Leinert.
Ausschussmitglied Norbert Schmidt (SPD) schnitt das Thema Stadthalle an. „Wir brauchen ein Konzept“, sagte Leinert. Das Foyer und der Aufgang müssten attraktiver gestaltet werden. Auch der Eingangsbereich müsste verändert werden.
Im Zuge der Haushaltssicherung ging es im Ausschuss um Einsparungen beim Energiemanagement (Kosten 2011: 4,1 Millionen Euro; 2009 waren es noch 4,2 Millionen Euro). Auch Platz wird eingespart. Die GGS-Mitarbeiter sind im Technischen Rathaus zusammengerückt – die 9. Etage wurde komplett frei. Dort hoch oben ist das Ordnungsamt – mit viel Publikumsverkehr – eingezogen.
